Warnung vor „ungarischer Sammlung“ – Entsorgung nicht geklärt

In den vergangenen Tagen wurden im Demo in Coburg Wurfzettel in Briefkästen verteilt mit der Möglichkeit, sich von verschiedenartigen Abfällen durch eine sogenannte ungarische Sammlung zu entledigen. Die Untere Abfallrechtsbehörde der Stadt Coburg appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sich nicht an der Sammlung beteiligen.

In teils schlecht verständlichem Deutsch werden auf den Wurfzetteln die unterschiedlichsten Gegenstände und Gerätschaften aufgelistet. Es ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Sammlung nur Gegenstände mitgenommen werden, die größtmöglichen Gewinn versprechen. Der Rest wird stehen gelassen oder illegal in der Landschaft entsorgt. Die Kosten, die hierfür entstehen, gehen zu Lasten der Allgemeinheit oder des ursprünglichen Besitzers.

Diese Sammlung ist aus verschiedenen Gründen nicht zulässig: Sie wurde nicht bei der Stadt Coburg angemeldet und es wurden keine Entsorgungswege nachgewiesen. Des Weiteren bestehen für Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die als gefährlicher Abfall gelten (z.B. Elektrogeräte, Batterien, Altfahrzeuge) Überlassungspflichten an Einrichtungen, die dafür zugelassen sind. Im Übrigen sind ggf. gesonderte Genehmigungen erforderlich, um eine gefahrlose Entsorgung zu gewährleisten. Wer im Rahmen derartiger Sammlungen Abfälle zur Abholung bereitstellt, muss unter Umständen mit einem Bußgeldverfahren rechnen.


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