Wasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen – und zugleich eine Ressource, deren Schutz und nachhaltige Nutzung immer stärker in den Fokus rücken. Auch in Coburg wird deutlich, wie wichtig ein vorausschauender Umgang mit Wasser ist, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Der überwiegende Teil des Trinkwassers stammt aus Grundwasser, das sich über Jahrzehnte gebildet hat. Entscheidend für eine stabile Versorgung ist deshalb die Sickerwasserbildung – also die Neubildung von Grundwasser. Gerade angesichts längerer Trockenperioden infolge des Klimawandels gewinnt dieser Prozess zunehmend an Bedeutung.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Nutzung der Ressource Wasser. Unterschiedliche Interessen von Trinkwasserversorgung, Industrie und landwirtschaftlicher Bewässerung müssen sorgfältig abgewogen werden. Dabei gilt: Die sichere Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern in der Region. Durch Vernetzung entstehen Redundanzen, die im Fall von Havarien oder Krisensituationen eine stabile Versorgung gewährleisten können und damit einen wichtigen Beitrag zum Katastrophenschutz leisten.
Parallel investieren Wasserversorger in die Zukunft: Leitungsnetze werden erneuert, Speicher ausgebaut und Maßnahmen zum vorbeugenden Grundwasserschutz umgesetzt. Dabei arbeitet die Wasserversorgung eng mit der Landwirtschaft zusammen, um die Qualität des Grundwassers dauerhaft zu sichern.
Anlässlich des Weltwassertags am 22. März 2026 veranstalten die Stadt Coburg, die SÜC, der LBV, der Bund Naturschutz, das Regionalmanagement, COSMOS und die VHS gemeinsam eine Wasserwoche, die die Bedeutung des Wassers in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Zusammenhänge verständlich zu machen und den Dialog über den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu stärken.
Das Programm bietet Vorträge, Informationsveranstaltungen und Mitmachangebote rund um Wasserversorgung, Gewässerschutz und Klimaanpassung.