(Finanzielle) Hilfen für Kulturschaffende

 

Auf dieser Seite haben wir eine Liste finanzieller Unterstützungsangeboten und -maßnahmen sowie weiterführender Links zur finanziellen Hilfen zur Abfederung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie für Sie zusammengestellt.


Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2020

 

Übersicht

 


 

Bayerische Staatsregierung
 

  • Soforthilfe-Programm für Betriebe und Freiberufler
    Die Soforthilfe ist eine finanzielle Überbrückung für kleinere Betriebe und Freiberufler, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Anträge können von Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

    Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

    • bis zu 5 Erwerbstätige: max. 9.000 €
    • bis zu 10 Erwerbstätige: max. 15.000 €
    • bis zu 50 Erwerbstätige: max. 30.000 €
    • bis zu 250 Erwerbstätige: max. 50.000 €
       
    Obergrenze für die Höhe der Finanzhilfe ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses.

    Antragstellung
    Anträge für die Soforthilfe-Programme des Bundes bzw. des Freistaats Bayern müssen zentral online gestellt werden.

    Online-Antrag
    https://www.soforthilfe-corona.bayern

    Weiterführende Links
    Richtlinien zum Soforthilfe-Programm des Freistaats Bayern
    Richtlinien zum Soforthilfe­-Programm des Bundes
    Antworten auf häufig gestellte Fragen

     
  • Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler (erweitert)
    Das vom Ministerrat Ende April 2020 beschlossene Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Höhe von 90 Millionen Euro soll nun mit zusätzlich 50 Millionen Euro und damit einem Finanzvolumen von insgesamt 140 Millionen Euro aufgelegt werden. Wie von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kunstminister Bernd Sibler am 14. Mai bekanntgegeben, wird das Hilfsprogramm für einen erweiterten Kreis der Anspruchsberechtigten umgesetzt:

    Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Bayern, wenn sie nach Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind oder nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend mit erwerbsmäßiger künstlerischer Tätigkeit verdienen, auch wenn sie nicht über die KSK versichert sind, inhaltlich aber die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen. Mit diesem „Modell KSK Plus“ werden die Kriterien für eine Mitgliedschaft angelegt, ohne formal eine KSK-Mitgliedschaft zu fordern, was etwa punktuell beschäftigten Künstlerinnen und Künstlern (z.B. Schauspielerinnen und Schauspielern) eine Unterstützung ermöglicht.

    Die Künstlerinnen und Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Corona-Pandemie zur Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreichen. Die Anpassung des Programms soll der Lebenswirklichkeit der Künstlerinnen und Künstlern gerecht werden.

    Der Online-Antrag für das erweiterte Hilfsprogramm soll im Laufe der 21. Kalenderwoche auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst freigeschaltet werden.
    Weitere Informationen auch im Frage- und Antwort-Bereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

  • Erleichterungen für Zuwendungsempfänger des bayerischen Kunstministeriums
    Für die Zeit der vorübergehenden Nichterreichung des Zuwendungszwecks aufgrund der Corona-Pandemie werden nicht zu vermeidende Ausgaben (insbesondere Fixkosten wie Personalausgaben, Miete etc.) als zuwendungsfähig anerkannt und Mindereinnahmen in den laufenden Förderverfahren berücksichtigt. Der Zuwendungszweck wird auch erreicht, wenn das Projekt in geänderter Form – etwa unter Nutzung von virtuellen und digitalen Möglichkeiten – in einem kleineren Format oder zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr 2020 durchgeführt wird. 

    Wenn der Zuwendungszweck wegen Ausfall des Projekts nicht erreicht werden kann, können beantragte Projektförderungen nicht bewilligt werden. Auch wenn bereits ein Bewilligungsbescheid erlassen wurde, können keine Auszahlungen mehr erfolgen, selbst wenn bereits Ausgaben geleistet wurden. Wenn Zuwendungsempfänger aber im Vorfeld der Pandemie bereits Fördermittel aufgrund eines Bewilligungsbescheids erhalten haben, werden diese ausnahmsweise nicht zurückgefordert. Sofern dem Zuwendungsempfänger dadurch eine besondere existentielle Härte widerfährt, wird im Einzelfall eine einmalige institutionelle Förderung gewährt. Die Förderung kann maximal in Höhe der ausbleibenden Projektförderung erfolgen. Ein vollständiger Nachteilsausgleich ist nicht möglich.

 


 

Bundesregierung
 

  • Hilfen für Künstler und Kreative (Übersicht)
    Die Bundesregierung bietet auf Ihrer Website einen Überblick über die versch. Unterstützungsmaßnahmen, die Künstlerinnen und Künstlern helfen und die Zukunft der Kultureinrichtungen sichern sollen. 
     
  • Liquiditätshilfen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise, indem sie die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtert. Die KfW nutzt dazu die bestehenden Kredite und verbessert dort die Zugangsbedingungen und Konditionen. 

    KfW-Schnellkredit 2020
    Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten – auch solche der Kultur- und Kreativwirtschaft – können Mittel für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) erhalten. Der verfügbare Kreditbetrag beläuft sich auf bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019, wobei Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten bis zu 500.000 Euro und solche mit mehr als 50 Beschäftigten bis zu 800.000 Euro erhalten können.

    Antragstellung
    Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, die eine Unterstützung der KfW nutzen möchten, wenden sich zunächst an ihre Hausbank, die die jeweiligen KfW-Kredite durchleiten. 
     
  • Förderung von Beratungsleistungen durch das BMWi
    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert befristet bis Ende 2020 Beratungen für Corona-betroffene Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Mit externer professioneller Hilfe sollen Unternehmen spezifisches Know-how aufbauen und Maßnahmen entwickeln, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besser bewältigen zu können.

    Online-Antrag
    https://fms.bafa.de/BafaFrame/unternehmensberatung

     
  • Förderprogramm „Neustart“ für kleinere und mittlere Kultureinrichtungen
    Finanziert werden Investitionen in den Umbau und zur Ausstattung, zum Beispiel der Einbau von Schutzvorrichtungen oder die Optimierung der Besuchersteuerung. Auch die Einführung beziehungsweise Anpassung digitaler Vermittlungsformate können unterstützt werden. Für die Maßnahmen sind zwischen 10.000 und 50.000 Euro pro Kultureinrichtung vorgesehen. Antragsberechtigt sind Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten sowie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen, soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser.

    Online-Antrag
    https://antrag.soziokultur.de/neustart/
    Anträge können ab dem 6. Mai 2020, 10.00 Uhr, online über die Webseite des Bundesverbands Soziokultur gestellt werden.https://antrag.soziokultur.de/neustart/

  • Hilfsprogramm für freie Orchester
    Das Programm zielt darauf, die besondere künstlerische Qualität des jeweiligen Ensembles oder Orchesters zu erhalten. Orchester und Ensembles sollen darin unterstützt werden, kreative Potentiale der Musikerinnen und Musiker für die Konzeption und Vorbereitung neuer Projekte oder für die Entwicklung anderer Formen der Vermittlung und Präsentation zu nutzen. Das gilt auch für solche Formate, die in Reaktion auf die Corona-Pandemie entwickelt werden. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass die Projekte im Inland realisiert und die Orchester und Klangkörper nicht überwiegend öffentlich finanziert werden. Das Programm läuft bis Ende des Jahres 2020 und richtet sich an professionelle Orchester und Ensembles mit Sitz in Deutschland. Antragsteller können bis zu 200.000 Euro erhalten. 

    Antragsformular
     

  • Kurzarbeitergeld
    Das Kurzarbeitergeld wird flexibler und kann rückwirkend zum 1. März 2020 ausgezahlt werden. Unternehmen können es zudem künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. Die Maßnahme Kurzarbeitergeld greift nur bei Beschäftigten und nicht bei (Solo-) Selbstständigen.
     
  • Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung​
    Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, erhält SGB-II-Leistungen (u.a. ALG II). Erst nach dem Ablauf von sechs Monaten gelten wieder die üblichen Vorschriften. Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für sechs Monate weiterbewilligt. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. 

    Antragsformular
    https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146399.pdf

     
  • Steuerliche Hilfsmaßnahmen​
    Bei unmittelbar vom Coronavirus betroffenen Unternehmen gewähren die Finanzbehörden bis Ende 2020 Stundungen von Steuerschulden aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer. Auch können Steuervorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet. Dies betrifft die Einkommen- Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
     
  • Schutz vor Insolvenzen
    Im Insolvenzrecht wird die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum soll zudem das Recht des Gläubiger eingeschränkt werden, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen.
     
  • Künstlersozialversicherung
    Bei Versicherten, deren Einkommensprognose sich verändert hat, besteht die Möglichkeit, der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden den geänderten Verhältnissen angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten können zudem individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Bei abgabepflichtige Unternehmen können die monatlichen Vorauszahlungen reduziert werden. Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können auch hier individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden.
     
  • Anpassung des Veranstaltungsvertragsrechts
    Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht ermöglicht es Veranstaltern von Musik-, Kultur-, Sport- oder sonstigen Freizeitveranstaltungen, Inhabern von Eintrittskarten anstelle einer Erstattung der Eintrittspreise einen Gutschein zu übergeben, wenn die Veranstaltung aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden konnte oder kann. Voraussetzung ist, dass die Tickets vor dem 08.03.2020 erworben wurden. Das Gesetz wurde am 14.5. vom Deutschen Bundestag und am 15.5. vom Bundesrat beschlossen.

 


 

Verwertungsgesellschaften

 


 

Weitere weiterführende Links
 

 

 
 
 
 
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