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Stadt Coburg

Standesamt Coburg

Namensänderung; Beantragung

Vor- und Familienname können auf Antrag geändert werden, wenn ein wichtiger Grund anerkannt werden kann.

Beschreibung

Das Namensrecht ist durch die entsprechenden Vorschriften des bürgerlichen Rechts (BGB) umfassend und im Grundsatz abschließend geregelt. Eine öffentlich-rechtliche / behördliche Namensänderung dient dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall zu beseitigen, wenn der Namensträger mit dem jeweiligen Namen im täglichen Leben erheblich persönliche Schwierigkeiten hat und das öffentliche Interesse einer Änderung nicht entgegensteht. Sie hat absoluten Ausnahmecharakter.

Dementsprechend ist jeweils vorrangig zu prüfen, ob das erstrebte Ziel nicht durch eine namensgestaltende Erklärung nach BGB oder eine Verfügung des Vormundschaftsgerichtes erreicht werden kann (Nr. 27 NamÄndVwV). Im Einzelnen handelt es sich bei den namensrechtlichen Erklärungen, die bereits vom BGB umfassend geregelt sind und nicht über eine behördliche Namensäderung erfolgen können, insbesondere um:

  • Wiederannahme des Geburtsnamens nach Auflösung der Ehe durch Tod oder Scheidung, § 1355 Abs. 4 BGB
  • Nachträgliche Bestimmung eines Ehenamens (§ 1355 BGB) oder Bestimmung/Widerruf eines Begleitnamens
  • ein Kind sich der Änderung des Familiennamens der Eltern, des namensgebenden Elternteils oder des Annehmenden anschließt (§ 1617, § 1618 Abs. 4, § 1720, § 1737, § 1740 f, § 1757, § 1765 BGB)
  • ein Kind namentlich in die neue Ehe eines Elternteiles einbenannt wird (§ 1618 Abs. 1 BGB);
  • der Vater eines nichtehelichen Kindes diesem Kind seinen Familiennamen erteilt (§ 1618 Abs. 1 BGB)
  • Nach Statutenwechsel (z.B. Einbürgerung) oder bei Spätaussiedlern der Name an das deutsche Recht angeglichen werden soll (Art. 47 EGBGB, § 94 BVFG)

In diesen genannten Fällen kann keine behördliche Namensänderung durchgeführt werden. Bitte wenden Sie sich dann für weitere Auskünfte an 09561/89-1341 oder standesamtcoburgde.

In allen anderen Fällen, in denen die betroffene Person aber objektiv Unzuträglichkeiten durch den geführten Namen erleidet und nicht lediglich der Name nicht gemocht wird oder bloß keine persönliche Beziehung zum Namensgeber vorliegt, kann ein Vorantrag auf behördliche Namensänderung gestellt werden.

Wir informieren Sie dann über die konkrete Antragstellung, die hierfür benötigten Dokumente sowie die Erfolgsaussichten.

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