Buntes Laub auf den Wegen, die letzten Blüten in den Beeten und morgens schon der erste Frost: Der Herbst ist in Coburg angekommen. Für das Team des Grünflächenamts beginnt damit eine besonders arbeitsreiche Zeit.
Auf Spielplätzen, Friedhöfen und stark genutzten Grünanlagen wird Laub beseitigt, gleichzeitig werden Bäume und Sträucher gepflanzt und Staudenflächen gepflegt. Auch die Kübelpflanzen aus dem Stadtgebiet ziehen zurück in die Gärtnerei, wo sie überwintern. Nach den ersten Frostnächten werden die Beete im Rondell, am Bürglaßschlösschen und der Sauerteig-Anlage geräumt. Über den Winter bleiben sie unbepflanzt, bevor sie im Frühjahr wieder neugestaltet und frisch begrünt werden.
Mehr als 100 neue Bäume kamen und kommen in diesem Herbst in die Erde – unter anderem im Ketschengrund, am neuen Sport-Funktionsgebäude in der Wiesenstraße, im Hörnleinsgrund, rund um das Globe und im Park der Arten auf der Lauterer Höhe. Bei den Stauden wird dagegen bewusst nicht alles zurückgeschnitten. Einige Pflanzenteile bleiben stehen und bieten Insekten Nahrung und Unterschlupf, während sie gleichzeitig die Pflanzen vor Frost schützen.
Mehr als nur Laubfegen
Besonders sichtbar ist die Arbeit des Grünflächenamts beim Laub. Rund 500 Kubikmeter kommen in einer Saison zusammen. Gereinigt werden unter anderem 45 Spiel- und Bolzplätze, die städtischen Friedhöfe und stark genutzte Grünanlagen auf insgesamt rund 31,5 Hektar.
Doch nicht überall muss jedes Blatt verschwinden. Auf Blühwiesen, unter Bäumen und auf wenig genutzten Grünflächen darf das Laub bewusst liegen bleiben, etwa im Park der Arten oder auf Teilflächen im Hofgarten. Denn Laub ist nicht einfach Abfall. Es schützt den Boden vor Kälte, gibt beim Verrotten Nährstoffe zurück und bietet Tieren einen geschützten Rückzugsort.
Ein bisschen Unordnung darf sein
Das gilt auch für den eigenen Garten. Unter Bäumen, Sträuchern und Stauden kann Laub ruhig liegen bleiben. Besonders gut eignet sich das Laub von Apfel-, Kirsch- oder Pflaumenbäumen. Festes Laub von Walnuss, Eiche oder Kastanie verrottet langsamer und sollte eher entfernt werden. Einzelne Blätter können gerne auf dem Rasen liegen bleiben. Aber dicke Laubschichten sollten Sie entfernen, damit sich darunter keine Pilze bilden und das Gras genügend Licht und Luft bekommt.
Eine Bitte des Grünflächenamts: Verzichten Sie auf Laubsauger. Durch die hohe Luftgeschwindigkeit können Kleinstlebewesen verletzt werden oder umkommen. Wer den Platz hat, kann Laub stattdessen einfach zu einem Haufen zusammenschieben. In einer ruhigen Gartenecke wird daraus schnell ein Winterquartier für Igel, Insekten, Amphibien und Reptilien.
Der Garten muss vor dem Winter also nicht komplett leergeräumt werden. Manchmal hilft es der Natur schon, wenn ein paar Blätter einfach liegen bleiben. Das freut nicht nur Insekten und andere kleine Gartenbewohner, sondern spart ganz nebenbei auch noch ein wenig Arbeit.