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Stadt Coburg

Ausbildungsverbund

Pflegeausbildung in der Region zukunftssicher

Vor einem Jahr hat die Stadt Coburg die Koordination des Ausbildungsverbunds Pflege in der Region übernommen. Dank einer neuen Vereinbarung können Azubis und die 96 Mitglieder jetzt noch besser zusammenarbeiten.

Gute Pflege braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Damit die Ausbildung gelingt, arbeiten im Ausbildungsverbund Pflege – Region Coburg 96 Mitglieder eng zusammen. Bei ihrer Mitgliederversammlung Mitte Oktober im Rundbau der AOK haben sie die Weichen für die Zukunft gestellt: Einstimmig beschlossen sie eine neue Kooperationsvereinbarung, die die Zusammenarbeit vereinfacht und bereits die ab 1. Januar 2027 vorgesehene Pflegefachassistenzausbildung berücksichtigt. Damit ist der Ausbildungsverbund Region Coburg nach aktuellem Stand der erste in Bayern, der diesen Schritt umgesetzt hat.

Die Stadt Coburg hatte die Koordination des Verbunds zum 1. September 2025 übernommen. „Die Sicherung des Pflegenachwuchses ist uns als Kommune ein wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir die Weiterentwicklung des Ausbildungsverbunds im vergangenen Jahr gerne federführend begleitet. Gemeinsam mit den Pflegeschulen und Einrichtungen sowie dem Landkreis haben wir eine Grundlage erarbeitet, die die Zusammenarbeit erleichtert und den Verbund für die Zukunft aufstellt“, sagt Nina Kötzel von der Sozial- und Altenhilfeplanung der Stadt Coburg.

Weniger Aufwand, mehr gemeinsame Verantwortung

Die neue Vereinbarung löst mehrere Probleme der bisherigen Regelung. So waren trotz des Zusammenschlusses zahlreiche zusätzliche Einzelverträge zwischen den einzelnen Verbundpartner nötig. Auch Änderungen verursachten viel Aufwand: Wurden beispielsweise die Organisationspauschalen für die Pflegeschulen angepasst, mussten bislang alle 96 Mitglieder erneut unterschreiben. Künftig stehen solche veränderbaren Regelungen in Anlagen, die sich einfacher aktualisieren lassen.

Auch die Entscheidungsstrukturen wurden neu geordnet. Die Verantwortung wird künftig auf mehrere Schultern verteilt, die Ausbildungsträger werden stärker eingebunden. Die Stadt Coburg unterstützt den Verbund weiterhin als kooptierendes Mitglied, trägt aber nicht mehr die bisherige Verantwortung für die Koordination.

Gemeinsam für eine gute Ausbildung

Wie wichtig eine gute Abstimmung ist, zeigt der Ausbildungsalltag: Angehende Pflegekräfte lernen unterschiedliche Einrichtungen kennen und sammeln Erfahrungen in der Kinder-, Kranken- und Altenpflege. Damit diese verschiedenen Lernorte sinnvoll ineinandergreifen, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Pflegeschulen und Ausbildungseinrichtungen.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der neu gewählte Verbundbeirat. Ihm gehören Dagmar Alfsmann (GGSD Berufsfachschule Coburg), Harald Engel (Sana Berufsfachschule Lichtenfels), Dirk Förster (ASB Regionalverband Coburg), Sascha Köhler (Sana Berufsfachschule Coburg), Carlo Rothammel (AWO Seniorenzentrum Rödental) und Christian Schwering (Sana Klinikum Coburg) an.

Mit der neuen Kooperationsvereinbarung und der frühzeitigen Einbindung der Pflegefachassistenzausbildung stellt sich der Ausbildungsverbund für die kommenden Jahre neu auf. Ziel bleibt, die Ausbildung in der Region gemeinsam zu stärken und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Pflegenachwuchses zu leisten.