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Stadt Coburg

Energiewende zuhause

Heizen in Zukunft: Coburg hat gute Chancen

Von der Wärmepumpe bis zur Geothermie – bei der Veranstaltungsreihe „Energiewende Zuhause“ zeigte Prof. Dr.-Ing. Volker Stockinger, wie die Wärmeversorgung der Zukunft aussehen kann und welche Möglichkeiten Coburg dabei bietet.

Wie können wir unsere Häuser künftig klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher beheizen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Veranstaltung der Reihe „Energiewende Zuhause“, zu der die Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit eingeladen hatte.

Unter dem Titel „Wie heizt Coburg morgen? Was jede und jeder tun kann – und warum gemeinsam mehr geht“ nahm Prof. Dr.-Ing. Volker Stockinger sein Publikum mit auf eine ebenso informative wie unterhaltsame Reise durch die Welt der modernen Wärmeversorgung. Anschaulich und praxisnah zeigte er auf, welche Herausforderungen auf Kommunen und Eigentümerinnen und Eigentümer zukommen, welche Technologien bereits heute verfügbar sind und warum die Energiewende besonders dann gelingt, wenn sie gemeinsam angegangen wird.

Ein zentrales Thema des Abends war die Frage, wie Europa seine Energieversorgung künftig unabhängiger gestalten kann. Stockinger verwies dabei auf die Notwendigkeit, nicht nur fossile Energieträger zu ersetzen, sondern auch neue Abhängigkeiten von importierten Energierohstoffen zu vermeiden. Stattdessen sollten regionale Potenziale stärker genutzt werden.

Dabei ging er auch auf die Rolle von Holz als erneuerbare Energiequelle ein. „Für jeden gefällten Baum müssen zwei neue gepflanzt werden“, so der Experte. Die verfügbaren Ressourcen seien begrenzt, weshalb Holz langfristig nicht überall gleichermaßen als Lösung dienen könne.

Besonders interessant für Coburg: Nach den vorgestellten Berechnungen verfügt die Stadt über ein außergewöhnlich hohes Potenzial für oberflächennahe Geothermie. Rechnerisch könnte damit das Zwei- bis Dreifache des gesamten Wärmebedarfs Coburgs gedeckt werden.

Wo einzelne Grundstücke nicht genügend Fläche für entsprechende Anlagen bieten, sieht Stockinger große Chancen in gemeinschaftlichen Lösungen. Gerade in bestehenden Wohnquartieren könnten sich mehrere Eigentümerinnen und Eigentümer zusammenschließen und erneuerbare Wärmequellen gemeinsam nutzen. Solche Energiegemeinschaften könnten die Energiewende vor Ort wirtschaftlicher und einfacher machen.

Dass das Thema viele Menschen bewegt, zeigte sich auch in der anschließenden Fragerunde. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, mit dem Experten ins Gespräch zu kommen und ihre individuellen Fragen zu stellen. Dabei entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über technische Möglichkeiten, Kosten und praktische Erfahrungen.

Die positive Resonanz bestätigte das Interesse an dem Thema. Viele lobten die verständliche Aufbereitung der komplexen Inhalte sowie die praxisnahen Beispiele.

Veranstaltungsreihe: Energiewende zuhause

Wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben, kein Problem. Die Reihe „Energiewende Zuhause“ wird bis in den Herbst fortgesetzt. Geplant sind Exkursionen, Online-Seminare und weitere Informationsveranstaltungen rund um die Energiewende im eigenen Zuhause.

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