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Stadt Coburg

Müllabfuhr

Gelbe Tonne stehen geblieben? Das steckt dahinter

Seit Anfang des Jahres ist nicht mehr der städtische CEB zuständig für die Leerung der Gelben Tonnen, sondern das Unternehmen Remondis. Seitdem passiert es immer häufiger: Tonnen bleiben stehen und werden nicht geleert.

Der Grund warum die Gelbe Tonne nicht geleert wird ist, fast immer derselbe – in der Tonne steckt Müll, der dort nicht hineingehört. Denn die Gelbe Tonne ist ausschließlich für Verpackungen gedacht. „Viele werfen alles aus Plastik automatisch in die Gelbe Tonne. Aber genau das ist der häufigste Fehler“, erklärt Claudia Schökl, Abteilungsleiterin Abfallwirtschaft beim Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB). „Entscheidend ist nicht das Material, sondern ob es eine Verpackung ist.“

Das darf in die Gelbe Tonne

Erlaubt sind Verpackungen aus Kunststoff, Metall und sogar Holz. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Joghurtbecher
  • Plastikfolien und Verpackungsfolien
  • Shampoo- und Duschgelflaschen
  • Konservendosen
  • Getränkekartons
  • Tierfutterdosen
  • Aluminiumdeckel und Kronkorken
  • Styroporverpackungen
  • Kunststoffschalen von Obst oder Fleisch
  • Zahnpastatuben
  • Verpackungen von Wasch- und Reinigungsmitteln

Wichtig: Die Verpackungen sollten möglichst leer sein. Ausspülen ist normalerweise nicht nötig.

Das gehört nicht hinein

Immer wieder landen Dinge in der Gelben Tonne, die dort nichts verloren haben. Zum Beispiel:

  • Spielzeug
  • Zahnbürsten
  • Kugelschreiber
  • Windeln
  • Katzenstreu
  • Elektrogeräte
  • CDs und DVDs
  • Töpfe und Pfannen
  • Plastikschüsseln
  • Tapetenreste
  • Essensreste oder anderer Restmüll

Auch wenn viele dieser Dinge aus Plastik bestehen: Sie sind keine Verpackungen und gehören deshalb nicht in die Gelbe Tonne. „Die Regel ist eigentlich ganz einfach“, sagt Schökl. „War es einmal eine Verpackung? Dann darf es hinein. War es keine Verpackung, gehört es woanders entsorgt.“

Warum bleiben ganze Tonnen stehen?

Finden die Mitarbeitenden von Remondis zu viele falsche Dinge in der Tonne, wird sie nicht geleert. Besonders ärgerlich ist das oft in Mehrfamilienhäusern. Denn dort sind viele gemeinsam dafür zuständig, den Müll richtig zu trennen. „Dann haben plötzlich alle Bewohnerinnen und Bewohner das Problem – auch die, die richtig getrennt haben“, sagt Schökl. „Deshalb ist Rücksichtnahme gerade in gemeinschaftlich genutzten Tonnen besonders wichtig.“

Bevor die Tonne wieder geleert wird, muss der falsche Müll aussortiert werden. In manchen Fällen kann zusätzlich eine kostenpflichtige Sonderleerung nötig werden.

Wer ist eigentlich verantwortlich?

Viele Menschen wenden sich bei Problemen zuerst an die Stadt Coburg oder den CEB. Tatsächlich organisiert die Stadt die Gelbe Tonne aber gar nicht selbst.

Dafür zuständig ist das sogenannte Duale System. Dahinter steckt ein deutschlandweites System, über das Verpackungsmüll gesammelt und recycelt wird. Hersteller, Händler und der Kunde bezahlen dafür Gebühren, damit ihre Verpackungen später entsorgt werden können. Die Abholung der Gelben Tonnen wird regelmäßig neu ausgeschrieben. Den Auftrag bekommt normalerweise das Unternehmen mit dem günstigsten Angebot. 2025 wurde die Abholung in Coburg nach einer Ausschreibung an das Unternehmen Remondis vergeben und nicht mehr an den CEB.

„Wir helfen natürlich bei Fragen weiter, verantwortlich ist aber das Duale System beziehungsweise die beauftragte Firma“, erklärt Schökl. Wer unsicher ist, kann sich dennoch an die Abfallberatung des CEB wenden oder auf der Website des CEB im Abfall-ABC nachsehen. Beschwerden über nicht geleerte Gelbe Tonnen müssen aber direkt an Remondis gestellt werden. Hier kann der CEB nicht helfen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Coburg/Constantin Hirsch