Eingeweiht und trotzdem noch nicht fertig. Für ein Gebäude ist das eigentlich kein guter Start. Ganz anders in diesem Fall. Die Weidenkirche im Ketschendorfer Park soll stetig weiterwachsen. Entlang des Metallgerüstet klettern die Bäume langsam empor. Durch drei große, spitz zulaufende Tore kann man die Konstruktion betreten.
„Es ist zwar eine Kirche, aber auch ein Treffpunkt für alle und jederzeit“, so Oberbürgermeister Dominik Sauerteig bei der offiziellen Einweihung am 26. Juli 2026. Die Weidenkirche ist ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit. Die evangelische Kirche auf der einen Seite und die Stadt mit dem Grünflächenamt auf der anderen.
Vor fünf Jahren wurde die bisherige evangelische Kirche im Stadtteil, St. Lukas, aufgegeben. Eine Modernisierung konnte die Kirche finanziell nicht stemmen. Ein Ersatz sei die Weidenkirche nicht, betonte Regionalbischöfin Berthild Sachs, sie sei etwas Neues.
Genauso wie die Bäume muss dieses Neue jetzt wachsen. Der Treffpunkt wird sich entwickeln und auch außerhalb der Gottesdienste den Ketschendorfer Park beleben.