Vielleicht sind Ihnen die weißen Flecken auf der Itzbrücke der B4 am Ende des Weichengereuths auch schon aufgefallen und sie haben es einfach für Dreck gehalten. Für Fachleute sind die Flecken ein deutliches Zeichen: Die Fahrbahn muss saniert werden. Feuchtigkeit ist in die Brücke eingedrungen und greift das Bauwerk an.
Mit 16.000 Fahrzeugen täglich ist die Itzbrücke eine Hauptverkehrsader in Coburg. Und ab Anfang August vollgesperrt. Das zuständige Staatliche Bauamt Bamberg hat sich in Absprache mit der Stadt bewusst für Bauarbeiten in den Sommerferien entschieden, wenn messbar weniger Verkehr unterwegs ist. Eric Brückner vom Staatlichen Bauamt ist zuversichtlich, dass diese Zeit ausreicht: „Von außen macht die Brücke einen sehr guten Eindruck, wir rechnen nicht mit bösen Überraschungen.“ Die festgestellten Schäden seien nicht außergewöhnlich für eine Brücke dieses Alters.
Seit 1960 überquert die Brücke an dieser Stelle die Itz. Seit damals hat auch die Belastung deutlich zugenommen. PKW wurden schwerer, es sind mehr LKW unterwegs. Daher nutzt das Staatliche Bauamt die Vollsperrung auch für eine gründliche Prüfung der Brücke. Ist der Fahrbahnbelag entfernt, lässt sich ein gutes Bild des Inneren ermitteln.
Die Vollsperrung gilt ab dem 4. August 2026, 8 Uhr und soll spätestens zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Bleiben Überraschungen aus, könnte es auch schneller gehen, stellt Brückner in Aussicht. Bis dahin heißt es für Sie, natürlich eine Umleitung einplanen. Der Fernverkehr wird über die A73 und die B303/Ebersdorf umgeleitet. Im Nahverkehr können Sie über die Südzufahrt, Creidlitz oder Ahorn ausweichen – je nachdem, was Ihr Start und Ziel sind.
Ob der Abzweig Wassergasse an der B4 genutzt werden kann, klärt sich im Laufe der Bauarbeiten.