Am Ende ging es ganz schnell. Der Stadtrat hat beschlossen, dass die Stadt das Kaufhofareal zwischen Mohrenstraße und Lohgraben kaufen soll. Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionenbetrag, so Oberbürgermeister Dominik Sauerteig: "Wir haben seit Schließung des Kaufhofs regelmäßig mit den Eignern das Gespräch gesucht, haben Geduld bewahrt, die Situation bei Bedarf neu bewertet und sind stets am Ball geblieben. Das hat sich ausgezahlt. Jetzt ist zudem auch durch mehr Gewerbesteuereinnahmen Geld da, also können wir zugreifen. Und wir konnten einen sehr, sehr guten Preis für aushandeln."
Je nach Nutzung könnten bis zu 80 Prozent der Kauf und Sanierungskosten auch noch gefördert werden. Hier ist die Stadt in Kontakt mit den jeweiligen Fördermittelgebern. Für eine so große Immobilie ist ein langfristiges Nutzungkonzept nötig. Zwei städtische Einrichtungen sollen daher dort ein neues Zuhause finden. So soll das Stadtarchiv aus der Steingasse in den ersten Stock umziehen. Das aktuelle Archiv platzt aus allen Nähten, ein geplanter Neubau für rund 12 Millionen Euro wurde aus Kostengründen bisher ausgesetzt. Auch die Anforderungen an eine moderne Stadtbücherei können am bisherigen Stadtort in der Herrngasse nur unzureichend erfüllt werden. Das Kaufhofgebäude bietet hier viel mehr Möglichkeiten - auch für Aufenthalts-, Veranstaltungs- und Kulturräume. Ergänzt werden soll das städtische Angebot durch einen Einzelhandel aus dem Bereich Sport. Damit würde am Tor zur Innenstadt eine Angebotslücke für die ganze Region geschlossen werden. Hier liefen die finalen Verhandlungen noch, so Sauerteig.