Update (5.10.2026)
Am 1. Oktober 2026 hat der Stadtrat seine bisherigen Beschlüsse zum neuen Aquaria erweitert. Statt fünf wird es sechs Bahnen im 50-Meter-Becken in der Halle geben. In der gleichen Sitzung hat der Stadtrat auch beschlossen, dass zusätzlich ein Mehrzweckbecken im Außenbereich gebaut werden soll. Dieses wird Wellenbereich, Sprungbereich bis 5-Meter-Turm und vier 25-Meter-Bahnen enthalten. Die im bisherigen Außenbecken geplanten 25-Meter-Bahnen entfallen daher. Das Ausschreibungsverfahren soll im April 2028, die Planungen im Oktober 2028 abgeschlossen sein. Nach rund dreijähriger Bauphase könnte das neue Aquaria im September 2031 öffnen.
Trotz der bundesweiten Wirtschaftsflaute haben die starken Coburger Unternehmen im vergangenen Jahr mehr Gewerbesteuer gezahlt als angenommen. Die neuen Zahlen waren zum Ende vergangenen Jahres übermittelt worden. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig hat umgehend den Beschluss des Stadtrates in die Wege geleitet und im Februar-Stadtrat einen Vorschlag vorgelegt.
Mit dem Beschluss, der mit Mehrheit angenommen wurde, beauftragte der Stadtrat die Stadtverwaltung und die SÜC, konkrete Möglichkeiten des Freibadneubaus anhand eines Baukastensystems zur Entscheidung vorzulegen. Hierbei sollen seriös zu finanzierende Realisierungsmöglichkeiten aufgezeigt und dabei die Zeitschiene des bereits beschlossenen Hallenbadprojektes nicht gefährdet werden.
Was soll das heißen? Wichtig war bei dem Beschluss, dass jetzt nicht „Luftschlösser“ gefordert werden. Denn der Ausbau eines Freibades, wie es im Aquaria bisher war – also mit Sprungbecken und Sprungturm, 50-Meter-Becken und Wellenbad würde nach Auskunft von Fachleuten mehr als 35 Millionen zusätzlich kosten. So viel „Nachschlag“ bei der Gewerbesteuer war allerdings 2025 bei weitem nicht drin.
Deshalb soll von Stadtverwaltung und SÜC ein „Baukastensystem“ entwickelt werden. Das sind also Vorschläge für verschiedene Außenbecken, die jeweils mit realen Preisen hinterlegt werden – ähnlich dem „Aquaria-Planspiel“ auf mitmachen.coburg.de. Nur so kann anschließend seriös gesagt werden, was die Stadt sich leisten kann und was nicht.
Nach den bisher eingegangenen Rückmeldungen aus der Bevölkerung bei OB, Stadträtinnen und Stadträten und auch im Zuge des Bürgerbegehrens könnte – in Ergänzung zu den Wasserflächen im Hallenbad – im Außenbereich ein Fokus auf Freizeit- und Erlebniswert für Familien gelegt werden. Bereits geplant ist ja im Freibad ein 25-Meter-Schwimm- und Freizeitbecken, dass ganzjährig von innen und im Sommer von außen zugängig ist. Und ein großer Kinder- und Familienbereich mit Plantschbecken und Spielplatz.
Bei der Auswahl, welche Art von Außenbecken hinzukommen sollen, können Sie mitmachen. Es wird dazu eine Bürgerbeteiligung über die Beteiligungsplattform der Stadt Coburg mitmachen.coburg.de stattfinden.