„Viele unserer Grünflächen werden intensiv genutzt – etwa der Hofgarten, der Goldbergsee, der Park an der Bertelsdorfer Höhe oder auch Hundewiesen. Diese Bereiche müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie nutzbar bleiben“, erklärt Ina Weibelzahl vom Grünflächenamt. Der Zeitpunkt der ersten Mahd hat sich dabei nicht verändert. Gemäht wird wie gewohnt im Frühjahr, meist Ende April bis Anfang Mai.
Gleichzeitig verfolgt die Stadt auch ökologische Ziele. Durch regelmäßige Mahd wird verhindert, dass Flächen verwildern und Gehölze überhandnehmen. „Wichtig ist uns, unterschiedliche Strukturen zu erhalten, von Kurzgras über Langgras bis hin zu Blüh- und Biotopflächen“, so Weibelzahl. So entstehen vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz von Insekten und Bodenbrütern. Viele Flächen werden daher abschnittsweise gemäht, sodass Tiere in ungemähte Bereiche ausweichen können, so etwa im Hofgarten, an der Südzufahrt oder entlang von Blühstreifen an der Geleitstraße.
Nicht alle Flächen im Stadtgebiet werden gleich intensiv gepflegt. Rund 50 Hektar sind Gebrauchsrasen, der regemäßig gemäht wird. Weitere etwa 71,5 Hektar bestehen aus Wiesen- und Blühflächen, die nur ein- bis zweimal jährlich ab Juni gemäht werden.
Auch die Nutzung spielt eine Rolle. An Straßenrändern steht die Verkehrssicherheit im Vordergrund, ebenso bei Spiel- und Bolzplätzen. In repräsentativen Anlagen ist zusätzlich das gepflegte Erscheinungsbild wichtig. Grundlage ist ein langfristiges Pflegekonzept der Stadt Coburg, das seit 2011 besteht und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Dabei spielen Biodiversität und Klimaanpassung eine zentrale Rolle. Jede Grünfläche leistet einen Beitrag dazu, das Stadtklima zu verbessern und Lebensräume zu erhalten.
„Die Pflege ist genau geplant und berücksichtigt Nutzung, Sicherheit und Naturschutz gleichermaßen“, betont Weibelzahl. Nicht jede Fläche könne erst spät im Jahr gemäht werden, da die Anforderungen im Stadtgebiet unterschiedlich sind.