Georg Alexander Hansen wurde 1904 in Sonnefeld als Sohn eines herzoglichen Oberhofforstmeisters geboren. 1913 zog die Familie nach Mönchröden. Er besuchte das Gymnasium Casimirianum und legte 1923 das Abitur ab. Schon in der Schulzeit lernte er seine spätere Ehefrau Irene Stölzel kennen, mit der er später fünf Kinder haben sollte.
Ursprünglich wollte Hansen Jurist werden, begann ein Studium in Erlangen, musste es jedoch aus finanziellen Gründen (Inflation) abbrechen. 1924 trat er in die Reichswehr ein und wurde in der Kraftfahrtruppe ausgebildet – dem Vorläufer der Panzertruppe. Nach Offizierslehrgängen in Ohrdruf und Dresden wurde er 1927 Leutnant, 1931 Oberleutnant. 1934 wechselte er nach München, 1935 begann seine Generalstabsausbildung in Berlin, wo er Generaloberst Ludwig Beck und Claus Schenk Graf von Stauffenberg kennenlernte.
1937 kam Hansen ins Reichskriegsministerium in die Spionageabwehr und Auslandsaufklärung. Dort war er Admiral Wilhelm Canaris und Oberst Hans Oster unterstellt. In den folgenden Jahren war er in verschiedenen nachrichtendienstlichen Funktionen tätig, reiste u. a. nach England, in den Balkan und in den Irak. 1943 wurde er Chef der Abteilung I (Geheimer Meldedienst) im Amt Ausland/Abwehr und im Februar 1944 als Oberst i.G. Nachfolger von Canaris als Leiter der militärischen Abwehr, die kurz darauf dem Reichssicherheitshauptamt unterstellt wurde.
Hansen wandte sich schrittweise, beeinflusst durch Beck, Canaris und Stauffenberg und durch eigene Einblicke in NS-Verbrechen, vom Nationalsozialismus ab. Bereits ab 1938 war er durch Canaris in Putschpläne eingeweiht. Er gehörte zu den zentralen Verbindungspersonen der Widerstandsgruppe um Stauffenberg und Tresckow, organisierte logistische Vorbereitungen für das Attentat vom 20. Juli 1944 und stellte sein Haus in Rangsdorf als Treffpunkt zur Verfügung. Geplant war, dass er nach einem erfolgreichen Umsturz das Reichssicherheitshauptamt besetzt und Verhandlungen mit den Westmächten aufnimmt.
Wegen Differenzen über die politische Zukunft nach dem Attentat war Hansen am 20. Juli nicht persönlich in Berlin. Dennoch kehrte er am 21. Juli dorthin zurück. Am 22. Juli wurde er von der Gestapo verhaftet. Nach schweren Verhören und Folter wurde er am 10. August 1944 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt. Am 8. September 1944 wurde er im Gefängnis Berlin-Plötzensee zusammen mit weiteren Mitverschwörern durch den Strang ermordet. Ihre Leichen wurden danach verbrannt und die Asche verstreut. Aus diesem Grund ist Hansen auch nicht in Coburg beigesetzt. Hier erinnert lediglich eine Gedenktafel an sein Leben.
Georg Alexander Hansen steht heute als Beispiel für jene Offiziere, die aus Gewissensgründen den Weg in den Widerstand fanden und dafür ihr Leben gaben.