Die Ergebnisse des 2. Beteiligungsworkshops, ergänzt durch die Bürger*innenbeteiligung und die Netzwerkanalyse, bilden einen wichtigen Zwischenschritt im Prozess der Kulturstrategie Coburg. Sie verdeutlichen zentrale Entwicklungsthemen wie kulturelle Teilhabe, Sichtbarkeit, Räume, Kooperation und innovative Formate und zeigen zugleich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteur:innen liegt.
Der erweiterte Ziele- und Maßnahmenkatalog stellt den aktuellen Arbeitsstand dar. Er bildet die Grundlage für die weitere fachliche und politische Diskussion. Im nächsten Schritt wird dieser weitergehend bearbeitet, um Maßnahmen zusammenzulegen, weiter auszuarbeiten und zu fundieren. Dieses Ergebnis wird dann im Kulturstrategie-Beirat am 20. Januar 2026 vorgestellt und diskutiert und dann im 3. Kulturworkshop am 25. Februar 2026 vorgestellt und ggf. weiter geschärft. Beide Formate dienen dazu, Prioritäten zu klären, offene Fragen zu beantworten und Hinweise zur praktischen Umsetzung aufzunehmen.
Im weiteren Verlauf wird die Kulturstrategie aus diesen Rückmeldungen heraus weiterentwickelt. Ziel ist es, eine strategische Grundlage zu schaffen, die Orientierung bietet und zugleich flexibel bleibt, um zukünftige Anforderungen und Impulse aufzunehmen. Die Ergebnisse dieser Auswertung leisten dazu einen wesentlichen Beitrag.
Vollständige Auswertung
Strukturen und Förderung
Die qualitativen Ruckmeldungen der Akteur:innen eroffnen ein differenziertes Bild der kulturellen Landschaft Coburgs und machen deutlich, dass Kulturentwicklung hier als gemeinschaftlicher Aushandlungs- und Gestaltungsprozess verstanden wird. Die Ergebnisse der Teilkapitel verdeutlichen eine klare Entwicklungslinie: von konkreten Themenwunschen über strukturelle Unterstutzungsbedarfe bis hin zu kulturpolitischen Forderungen und Visionen.
Es treten vor allem die inhaltlichen Interessen und Kooperationsvorstellungen der Einrichtungen hervor. Sie reichen von kultureller Bildung und Jugendarbeit über spartenubergreifende Projekte bis hin zu historischen, gesellschaftlichen und partizipativen Themen. Diese Vielfalt unterstreicht die inhaltliche Breite und kreative Energie der Coburger Kulturszene, zugleich aber auch den Bedarf nach starkerer Abstimmung und gemeinsamen Zielrichtungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Umsetzung dieser Ideen haufig weniger an fehlenden finanziellen Ressourcen scheitert als an Rahmenbedingungen, Strukturen und Kommunikation.