Online und analog in der Stadt: Im Rahmen der Beteiligungsphase hatten Bewohner*innen im Herbst 2025 die Möglichkeit sich aktiv am Kulturstrategieprozess zu beteiligen. Im Mittelpunkt standen subjektive Wahrnehmungen, Erfahrungen und Einschätzungen zur kulturellen Situation der Stadt sowie Wünsche und Hinweise zur Weiterentwicklung kultureller Angebote, Orte und Rahmenbedingungen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Kultur in Coburg als selbstverständlich und relevanter Bestandteil des städtischen Lebens verstanden wird. Die Schwerpunkte greifen zentrale Fragestellungen der Kulturstrategie auf.
Die Schwerpunkte umfassen:
- Kulturverständnis und kulturelle Vielfalt: Kultur wird von den Teilnehmenden als vielfältiges Feld unterschiedlicher Ausdrucksformen beschrieben sowie als sozialer Zusammenhang wahrgenommen. Zur Kulturlandschaft gehören dabei neben klassischen Kulturangeboten auch informelle, temporäre und öffentlich sichtbare Formate.
- Ort, Räume und Sichtbarkeit von Kultur: Der Stadtraum spielt eine zentrale Rolle, da Kultur dort besonders präsent erlebt wird. Sichtbarkeit ist dabei die Kontinuität und Wiedererkennbarkeit kultureller Aktivitäten.
- Zugänglichkeit und Niederschwelligkeit: Gewünscht werden kulturelle Angebote, die sowohl in Hinblick auf Teilnahme als auch auf Mitwirkung ohne hohe Schwellen erreichbar sind. Coburger*innen verstehen Kultur nicht ausschließlich als konsumierbares Angebots, sondern auch als Raum für eigenes Engagement und Mitgestaltung.
- Jugend, Beteiligung und Mitgestaltung: Gewünscht werden Angebote, die stärker an jugendkulturelle Lebenswelten anknüpfen und zeitgemäße Formate aufgreifen. Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, sich einzubringen, mitzugestalten und eigene Ideen umzusetzen.
- Kultur als Impuls für Stadtentwicklung und Innenstadtbelebung: Kulturelle Aktivitäten werden als Anlass gesehen, Menschen in die Innenstadt zu bringen und Begegnung zu ermöglichen. Kultur wird auch als Impulsgeber für neue Nutzungen und Formate wahrgenommen. Teilnehmende verstehen Veranstaltungen, Aktionen und kulturelle Projekte als Möglichkeit Räume neu zu denken, Leerstände zu aktivieren und die Innenstadt als vielfältigen Ort des Austauschs und Teilhabe zu stärken.