Im Herbst 1508 kam Martin Luther zum ersten Mal nach Wittenberg, dem Ort, der seine wichtigste Wirkungsstätte werden sollte. 500 Jahre später wurde im September 2008 die Lutherdekade feierlich in der Schlosskirche zu Wittenberg eröffnet.
Mit "Luther - die Ankunft" wurde an vielen Orten in Wittenberg die Ankunft des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt vor 500 Jahren gefeiert.
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Schon zu Beginn wurde klar: die Lutherdekade ist auch eine Reformationsdekade. Im ersten Themenjahr rückt anlässlich des 500. Geburtstages des Schweizer Reformators Johannes Calvins, der reformierte Zweig des Protestantismus in den Mittelpunkt. Unter der Überschrift des Jahres 2009 Reformation und Bekenntnis war auch an 75 Jahre Barmer Theologische Erklärung zu erinnern.
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Das Jahr 2010 stand im Zeichen Philipp Melanchthons. Als Gedenkjahr erinnerte es an seinen 450. Todestag. Der Mitstreiter Luthers tat sich vor allem als Professor und Bildungsreformer hervor. Sein Ehrenname "Praeceptor Germaniae" ("Lehrer Deutschlands") weist auf seine große Bedeutung für das deutsche Schulwesen hin.
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Freiheit – dieses Sehnsuchtswort bestimmt evangelisches Christsein von Anfang an und von seinen Anfängen her. Reformation und Freiheit sind unauflöslich miteinander verbunden im Wort und Glauben, in Handeln und Haltung. Programmatisch wird dies in Martin Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" 1520 zum Thema. In einer Doppelthese bestimmt Luther in seiner reformatorischen Hauptschrift den Charakter dieser Freiheit: "Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemand...
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"Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich." So beschreibt Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Gemüt. Der Gemeindegesang wurde von der "Wittenberger Nachtigall", wie Luther ob seiner vielen Lieddichtungen genannt wurde, als "singende Verkündigung" des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet.
Doch soll das Themenjahr "Reformation und Musik" eine klingende Hommage nicht nur an den wortgewaltigen
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Ökumenische Gemeinsamkeit ohne nationale oder konfessionelle Begrenzung - das ist ein Anspruch der Lutherdekade 450 Jahre nach Abschluss des Konzils von Trient (1563) und 40 Jahre nach der Leuenberger Konkordie als Zeugnis der innerprotestantischen Ökumene. Und dabei dürfen die intoleranten Seiten der Reformation nicht verschwiegen werden.
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Obrigkeit und Mündigkeit, Glaube und Macht, Gewissensfreiheit und Menschenrechte - das sind Themen der Reformation und zugleich der Gegenwart, die eine breite Diskussion in Kirche und Gesellschaft verdienen.
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Anlässlich des 500. Geburtstages des jüngeren Cranachs kommt die Kunst der Reformationszeit in den Blick. Die Reformation war auch eine Medienrevolution. Eine neue Wort- und Bildsprache entstand. Welche Bilder findet der Glaube heute und wie wird diese Botschaft durch Medien, Bild und Sprache vermittelt?
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Von Wittenberg ging die Reformation in die Welt. Über 400 Millionen Protestanten weltweit verbinden ihre geistig-religiöse Existenz mit dem reformatorischen Geschehen. Am Vorabend des Reformationsjubiläums werden die globalen Prägekräfte im Mittelpunkt stehen.
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Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag zum 500. Mal. Dieses Ereignis ist der Höhepunkt der Reformationsdekade und wird mit großen Ausstellungen, internationalen Kongressen, kirchlichen Großereignissen, Festveranstaltungen und kulturhistorischen Events die Person Luther und die Gesamtheit der Reformation in globaler Vernetzung thematisieren.
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