Allgemeiner Forst

Eine wichtige Aufgabe des städtischen Forstbetriebes ist es, den Stadtwald an öffentlichen Straßen, Parkplätzen, bebauten Gebieten und entlang der Wege im Erholungswald, in einen verkehrssicheren Zustand zu halten. Um dieser gesetzlich vorgegebenen Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, wird jährlich ein nicht unerheblicher Aufwand betrieben.

Mindestens einmal im Jahr werden gut 30 Kilometer Bestandsränder kontrolliert. Diese Waldränder müssen je nach Lage bis zu einer Tiefe von zwei Baumlängen begutachtet werden.

Wenn Sicherheitsmängel festgestellt werden, sind diese baldmöglichst zu beseitigen.

Nach der gängigen Rechtsprechung ist der Eigentümer von Waldgrundstücken an öffentlichen Straßen verpflichtet, schädliche Einwirkungen auf Verkehrsteilnehmer durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu vermeiden. Entlang der Wege im Erholungswald hat der Waldbesitzer nur noch eine begrenzte Baumkontroll- und Sicherungspflicht. Im Wirtschaftswald hingegen, trifft den Waldbesitzer grundsätzlich hinsichtlich der von Bäumen ausgehenden Gefahren keine Haftung. Hier muß der Waldbesucher mit Gefahren, die von herabhängenden Zweigen, offenliegenden Wurzeln, Astabbrüchen oder  sogar mit einem Baumsturz rechnen.

Grundsätzlich besteht in der Praxis der Rechtsprechung Einigkeit darüber, dass eine Sichtkontrolle ausreichend ist und die eingehende fachliche Untersuchung erst beim Vorliegen besonders verdächtiger Erkennungszeichen erforderlich ist.


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