Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus Auf dem Foto sehen Sie Frau Sabine Feuerbach-Heim und Frau Sabine Doerenkamp-Steiner von der Kontaktstelle Selbsthilfe im Austausch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern an einer Workshop-Station zwischen Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfegruppenvertretern und Klinikpersonal

Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus

Ideenwerkstatt Nord in Coburg - Kooperation macht stark

60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Freitag, dem 25.11.16, zu einem Fachtag zum Austausch zwischen Klinikpersonal und Selbsthilfe eingefunden, den die Selbsthilfe-koordination Bayern mit der Kontaktstelle Selbsthilfe der Stadt Coburg und dem Klinikum Coburg zum Thema „Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus“ veranstaltete.

Nach der Begrüßung durch Klinikdirektorin Dagmar-Astrid Wagner referierte Chefarzt Dr. Hermann Zoche in seinem Impulsreferat, wie eine Selbsthilfegruppe als Mitinitiator an der Bildung des zertifizierten Brustzentrums Coburg beteiligt war. Auch der ärztliche Direktor Professor Dr. Markus Ketteler bestätigte in seinem Referat die positive Wirkung von Selbsthilfegruppen für die Patienten und ihre Angehörigen im Bereich der chronischen Nierenerkrankungen. 2014 hat er doch selbst mit Patienten die Selbsthilfegruppe für Nierenerkrankungen mitgegründet.

Als Vertreterin des Netzwerks Patientenorientierung und Selbsthilfefreundlichkeit konnten die Anwesenden von Lisbeth Wagner erfahren, wie eine strukturierte und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Klinik und der Selbsthilfe aussehen und gefördert werden kann.
Als Mitarbeiterin der Selbsthilfekontaktstelle Regensburg war sie maßgeblich am Auszeichnungs-Prozess beteiligt, der dem Krankenhaus „Barmherzige Brüder Regensburg“ zu seiner bayernweit einmaligen Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ verhalf.

Wie und auf wen Selbsthilfegruppen in Krankenhäuser oder Rehakliniken zugehen können, was die Selbsthilfeaktiven in der Zusammenarbeit mit einer Klinik leisten und wie die Selbsthilfekontaktstelle vor Ort Gruppen mit Kliniken vernetzen kann, wurde in drei Workshops rege ausgetauscht und diskutiert. Moderatorin Sabine Feuerbach-Heim von der Kontaktstelle Selbsthilfe konnte im Abschlussplenum feststellen, dass sich das Zusammentreffen von medizinischen Know How und dem Erfahrungswissen aus den Selbsthilfegruppen als eine Bereicherung für alle Beteiligten erweist.
Die Aufklärung und Informationen durch Gleichbetroffene könnten den Patienten, z.B. Ängste vor Operationen nehmen, bei der Entlassung und der Nachsorge Unterstützung geben, auch bei Alltagsschwierigkeiten und der Krankheitsbewältigung helfen.

Dr. Zoche war sichtlich erfreut von den vielseitigen Anregungen und Impulsen aus den Arbeitsgruppen und signalisierte seine Unterstützung bei der praktischen Umsetzung, damit das Klinikum noch selbsthilfefreundlicher gestaltet werden kann. Alle Beteiligten des Fachtages, Selbsthilfegruppenvertreter, Klinikmitarbeiter und Kontaktstellenmitarbeiter resümierten, dass sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und regelmäßige Austausche lohnen würden, nach dem Motto „ Kooperation macht stark“.

Flyer zur Veranstaltung (PDF, 195 KB) >>


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