Coburger Taubenaktion

Coburger Taubenaktion

... ein Maßnahmenbündel zur mittel- und langfristigen Bestandsreduzierung der Coburger Straßentauben auf ökologisch sanfte Art und Weise.

Die Aktion stützt sich auf modernste, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Zoologie und Verhaltensforschung in Basel (Schweiz), der europaweit erfolgreichsten Stadt in Sachen Taubenbekämpfung.

 

 

 

Zur Geschichte ...

Anfang der 90er-Jahre liefen noch regelmäßig die Drähte im Ordnungsamt heiß: Jede Woche beschwerten sich Bürger oder Touristen über die „Taubenplage“ in der Coburger Innenstadt:

Selbst eine vorübergehende Bejagung per Schusswaffe durch einen städt. „Taubenjäger“ konnte das Problem nicht lösen:

Viele Tauben wurden nicht gleich tödlich getroffen, sondern blieben verletzt in Dachrinnen oder auf unzugänglichen Mauersimsen liegen, wo sie oft erst nach Tagen qualvoll verendeten. Auch auf den Protest von Tierschützern hin stellte man deshalb die Taubenjagd wieder ein.

1993 richtete die Stadt einen ersten überwachten Taubenschlag (für den Gelegeaustausch) ein.

1995 begann das Ordnungsamt damit, die Erfahrungen von 96 anderen bundesdeutschen Städten bei der Taubenbekämpfung intensiv zu prüfen, auszuwerten und für Coburg nutzbar zu machen.

1997 berichtete sogar die bundesweit erscheinende Züchterfachzeitschrift „Die Rassetaube“: „Aufgrund geeigneter Maßnahmen wurde die Anzahl der Stadttauben in Coburg stark reduziert“. (Nr. 4/1997, Seite 20).

Auch andere Städte erkundigen sich immer wieder nach unseren Erfahrungen (selbst der Airport Nürnberg und aus dem Ausland Brixen/Südtirol und Londrina/Brasilien).
 

 

Warum wollen wir weniger Tauben?

STRASSENTAUBEN LEIDEN unter ihrer Überpopulation selbst am meisten:
WENIGER TAUBEN = GESÜNDERE TAUBEN

STRASSENTAUBEN SCHÄDIGEN mit ihrem Kot Baudenkmäler + Gebäude
WENIGER TAUBEN = WENIGER DRECK = WENIGER AUSGABEN

STRASSENTAUBEN GEFÄHRDEN ... unter Umständen auch die Gesundheit des Menschen
WENIGER TAUBEN = WENIGER GESUNDHEITSRISIKEN


STRASSENTAUBEN LEIDEN unter ihrer Überpopulation selbst am meisten:

Zusammenhang zwischen der Taubenfütterung und den schlechten, "slumähnlichen" Lebensbedingungen der Straßentauben:

Die Taubenfütterung erzeugt ein umfangreiches Nahrungsangebot, das die Lebensgrundlage für eine große Taubenpopulation bildet.

In den Städten fehlen aber geeignete Brutplätze, was zu einer übergroßen Taubendichte an den wenigen geeigneten Brutplätzen führt: Immer mehr Tiere geraten in immer heftigere Konkurrenz um (gleichbleibend wenige) Brutplätze.

Durch ständige Kämpfe und Vertreibungen werden Eier zerstört, Nestlinge verletzt, Jungtauben gehackt und brütende Tauben beunruhigt.

Die an sich gut gemeinte Fütterung der Straßentauben wirkt sich auf diesem komplexen Weg in einer schlechten Lebensqualität aus, die durch Stress, Krankheiten und Parasiten charakterisiert ist.

WENIGER TAUBEN = GESÜNDERE TAUBEN

STRASSENTAUBEN SCHÄDIGEN mit ihrem Kot Baudenkmäler + Gebäude

Jede Taube produziert allein 10 - 12 kg Nasskot jährlich.

Bei (ca.) 800 - 1000 Tauben in Coburg sind dies etwa 10 t Nasskot jährlich: Hohe Reinigungs-/Renovierungskosten für private Hausbesitzer, aber auch (bei Baudenkmälern + öffentlichen Gebäuden) für jeden einzelnen Steuerzahler!

WENIGER TAUBEN = WENIGER DRECK = WENIGER AUSGABEN

STRASSENTAUBEN GEFÄHRDEN ...
unter Umständen auch die Gesundheit des Menschen

Krankheitserreger im Kot und Federstaub können unter Umständen Kleinkindern, Senioren, Immungeschädigten gefährlich werden (ORNITHOSE - SALMONELLEN - VOGEL-TBC ETC.)

WENIGER TAUBEN = WENIGER GESUNDHEITSRISIKEN


 

Wie kommen wir zu weniger Tauben?

GEWALT IST SINNLOS - ERSCHIESSEN oder VERGIFTEN NÜTZT NICHTS!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine dauerhafte Verringerung einer Taubenpopulation nur möglich ist durch

- Verknappung Nistplatzangebot und
- Verringerung Futterangebot ( = ökologisch sanfte Bestandsreduzierung)


Die 3 SÄULEN der Coburger Taubenaktion

 
1. Gelegeaustausch

Der ganzjährige Gelegeaustausch in den drei Taubenschlägen erspart der Coburger Innenstadt beträchtliche Mengen an Taubenkot (Umrechnungsfaktor: Jede Taube setzt jährlich ca. 10 Kilo Nasskot ab).


Erfolg:

  • 1998  100 ausgetauschte Eier ersparen der Innenstadt 1 Tonne Taubenkot
  • 1999  400 Eier / 4,0 Tonnen Taubenkot
  • 2000  250 Eier / 2,5 Tonnen Taubenkot
  • 2001  430 Eier / 4,3 Tonnen Taubenkot
  • 2002  369 Eier / 3,7 Tonnen Taubenkot
  • 2003  350 Eier / 3,5 Tonnen Taubenkot
  • 2004  138 Eier / 1,4 Tonnen Taubenkot
  • 2005  483 Eier / 4,8 Tonnen Taubenkot
  • 2006  423 Eier / 4,2 Tonnen Taubenkot
  • 2007  435 Eier / 4,3 Tonnen Taubenkot
  • 2008  612 Eier / 6,1 Tonnen Taubenkot
  • 2009  600 Eier / 6,0 Tonnen Taubenkot
  • 2010  737 Eier / 7,3 Tonnen Taubenkot
  • 2011  1003 Eier / 10 Tonnen Taubenkot
  • 2012: 1002 Eier / 10 Tonnen Taubenkot
  • 2013: 1013 Eier / 10 Tonnen Taubenkot
  • 2014: 1002 Eier / 10 Tonnen Taubenkot
  • 2015: 1018 Eier / 10 Tonnen Taubenkot


2. Fütterungsverbot:

Seit 1996 als Bußgeldvorschrift im Coburger Stadtrecht verankert. Verwarnungen, Bußgelder und insbesondere flankierende Aufklärungs- u. Pressearbeit des Ordnungsamtes sollen die wilde Straßenfütterung (pfundweise Körner und Haferflocken) weiter eindämmen.


3. Bauliche Abwehrmaßnahmen:

Das Ordnungsamt unterstützt alle interessierten Hausbesitzer mit einem Firmenverzeichnis (Hersteller von Taubenabwehrsystemen). Es gibt rege Nachfrage insbesondere aus der Innenstadt.


 

Was kann ich dafür tun?

Nicht füttern!

Wenn Sie andere beim Taubenfüttern sehen, sprechen Sie sie darauf an und bitten Sie, das Füttern im Interesse der Tiere einzustellen. Melden Sie uns ganz hartnäckige Taubenfütterer per E-Mail: Jannik.Fensslein@coburg.de

 

Wenn Sie als Hausbesitzer von der Taubenplage betroffen sind:

Schützen Sie Ihr Haus! Machen Sie den Dachstuhl dicht, spannen Sie Drähte und Netze auf Erkern und Simsen. Wir helfen Ihnen dabei - rufen Sie unsere ADRESSENLISTE mit allen Herstellern von Taubenabwehrsystemen ab! Lassen Sie sich von heimischen Fachbetrieben (Dachdeckern) beraten.


Wenn Sie als Mieter unter der Taubenplage leiden:

Sprechen Sie Ihren Hausbesitzer auf Schutzvorkehrungen (Drähte, Netze etc.) für das Haus an.  Siehe oben die Adressenliste mit Herstellern von Taubenabwehrsystemen.


Melden Sie uns baufällige Häuser, schadhafte Dachstühle etc.,
wenn Sie dort Tauben aus- und einfliegen sehen!

Wir sprechen mit dem Hausbesitzer, damit sämtliche Brut- und Nistplätze beseitigt werden.
E-Mail: Jannik.Fensslein@coburg.de


Helfen Sie ...

... der Coburger Taubenaktion mit einer kleinen Spende:
Sie unterstützen damit die artgerechte, stressfreie Taubenschlagfütterung, die wir für den Gelegeaustausch brauchen.

Konto Nr. 920 15 114
Sparkasse Coburg-Lichtenfels
BLZ 783 500 00

Mobilfunk in der Diskussion

Mobilfunk in der Diskussion

Um dem wachsenden Informationsbedürfnis und der Unsicherheit in der Bevölkerung nachzukommen,
bietet die Stadt Coburg weitergehende Informationen an:

Mobilfunkstandorte:

In dieser Karte sind alle Mobilfunksendeanlagen
im Stadtgebiet von Coburg angezeigt. Sie können über die Zoomfunktion in das gewünschte Stadtgebiet zoomen und die jeweiligen Antennenstandorte in der näheren Umgebung sehen. Die Mobilfunkstandorte werden nach Bedarf aktualisiert.


Karte der Mobilfunkanlagen
im Stadtgebiet
pdf lesen (4 MB)

 

In dieser Liste sind alle Mobilfunksendeanlagen von Coburg und der unmittelbaren Nachbarschaft aufgeführt. Hier kann jeder den Netzbetreiber, die Art der Antenne sowie die Bestückung und die Gebietseinstufung des jeweiligen Standortes einsehen.


Liste der Mobilfunkanlagen
im Stadtgebiet
pdf lesen (36 KB)

 

Mobilfunkmessungen:

Entsprechend eines Beschlusses des Stadtrates von Coburg vom 23.03.2007 wurde eine Integrierte Kommunale Mobilfunkplanung für das Stadtgebiet erstellt. Im Vorfeld dieser Planung wurde vom Gutachter an 23 Messorten in der Umgebung von Mobilfunkanlagen Messungen der elektrischen Feldstärke durchgeführt. Die Messorte und die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Auflistung der Messorte / Messpunkte


Auflistung der Messorte
in Coburg
pdf lesen (179 KB)

 

Übersicht der Messpunkte


Karte der Messpunkte
in Coburg
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Gesamtbelastung an den einzelnen Messpunkten bei voller Leistung der Sendeanlage bezogen auf den sog. Salzburger Grenzwert von 1 mW/m²



Säulendiagramm
pdf lesen (61 KB)


Gesamtbelastung an den einzelnen Messpunkten bei voller Leistung der Sendeanlage bezogen auf die Grenzwerte der 26. BImSchV


Säulendiagramm
pdf lesen (68 KB)



Weiterführende Links zum Thema Mobilfunk:

http://www.mobilfunk.bayern.de/
http://www.handywerte.de/
http://www.elektrosmog.bayern.de/
http://www.bfs.de/
http://www.bundesnetzagentur.de/ (Verbraucher - EMV Monitoring)
http://www.schnurlostelefon.de/


Integrierte Kommunale Mobilfunkplanung in Coburg:

Grundstückseigentümer und Immobilienbesitzer im Stadtgebiet von Coburg werden gebeten, vor Abschluss von Mietverträgen für Mobilfunkantennen mit Netzbetreibern sich mit dem Umweltbeauftragten der Stadt Coburg - Herrn Werner Weber, zwecks Abstimmung mit der Integrierten Kommunalen Mobilfunkplanung für Coburg in Verbindung zu setzen.
 

Weitere Informationen und Einsicht in die Gutachten erteilt Herr Weber.

Kampfhunde

Kampfhunde

Kampfhundehaltung - nur in Ausnahmefällen!

Seit 1992 gibt es gesetzliche Regelungen zum Schutz der Bevölkerung vor besonders aggresiven und gefährlichen Hunden. In Bayern werden Kampfhunde in 2 Kategorien eingeteilt:


Kategorie 1

Kategorie 2
Pit-BullAlano
BandogAmerican Bulldog
American Staffordshire TerrierBullmastiff
Staffordshire BullterrierBullterrier
Tosa-InuCane Corso
Dogo Argentino
Dogue de Bordeaux (Bordeauxdogge)
Fila Brasileiro
Mastiff
Mastin Espanol
Mastino Napoletano
Perro de Presa Canario (Dogo Canario)
Perro de Prese Mallorquin
Rottweiler
























Hunde dieser beiden Kategorien dürfen nur mit Genehmigung des Ordnungsamtes gehalten werden. Die Hundesteuer für diese Rassen beträgt in Coburg 610,- € pro Jahr.

Hunde der Kategorie 1 werden nur in besonderen Ausnahmefällen genehmigt. So muss der Halter ein berechtigtes Interesse (nicht nur Liebhaberei oder Hobby) nachweisen. Gegen seine Zuverlässigkeit dürfen keine Bedenken bestehen. Schließlich dürfen vom Hund auch keine Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz ausgehen.

Hunde der Kategorie 2 müssen von einem Sachverständigen begutachtet werden. Weist das Tier dabei keine gesteigerte Aggresivität und Gefährlichkeit auf, erteilt das Ordnungsamt ein sogenanntes Negativzeugnis:

Der Hund gilt nicht mehr als Kampfhund, dennoch können sicherheitsrechtliche Auflagen wie z. B. Leinenzwang, festgesetzt werden. Da die Hundesteuer rassebezogen erhoben wird, beträgt sie auch für Hunde mit Negativzeugnis 610,- € pro Jahr.

Die Haltung eines Hundes der oben aufgeführten Rassen ohne vorherige Erlaubnis kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000,- €, die Züchtung eines Kampfhundes mit einer Geldbuße bis zu 50.000,- € geahndet werden.

Rechtsgrundlage ist Art. 37 des Bayer. Landesstraf- und Verordnungsgesetzes (LStVG) und die "Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggresivität und Gefährlichkeit".

Informationen über die Hundesteuer finden Sie hier ...

Städtischer Ordnungsdienst

"Sicherheit und Ordnung in einer Stadt bestimmen wesentlich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und haben außerdem als Standortfaktor für Wirtschaftsunternehmen eine große Bedeutung.

Wichtige Vorstufen zur öffentlichen Sicherheit sind aber auch Sauberkeit und Ordnung auf Straßen und Plätzen. Denn dort, wo ein Straßenbild mit Unsauberkeit und Vandalismusschäden vorherrscht, fühlen sich Bürgerinnen und Bürger unsicher und es sinkt die Hemmschwelle für weitere Straftaten."

Leitbild für die Stadt der Zukunft
Deutscher Städtetag 2003

Sie spazieren durch die Coburger Fußgängerzone, Sie freuen sich über die gepflegten Grünanlagen Hofgarten und Rosengarten, Sie schlendern an den Schaufenstern vorbei und Sie haben keine Angst, dass Sie einem herrenlosen Hund begegnen - Sie fühlen sich einfach nur wohl in Coburg!

 

Für dieses "Wohlgefühl" sorgt seit August 2006 auch der Städtische Ordnungsdienst: 

Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestreifen täglich die Fußgängerzone, den Hofgarten und den Rosengarten. Treffen Sie auf Zeitgenossen, die z. B. Zigarettenkippen, Flaschen oder Abfälle durch die Gegend werfen, ihren Hundekot liegen lassen oder auf dem Rad durch die "Spit" oder Hofgarten rasen, schreiten Sie sofort ein.

Bei "Unbelehrbaren" kann der Ordnungsdienst auch Personalien aufnehmen, die Polizei rufen, Platzverweise aussprechen und Anzeige erstatten. Der Betroffene muss dann mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen (siehe hierzu die unten stehende Tabelle).

"Zu einer schönen Stadt gehören nicht nur bauliche Maßnahmen, ebenso wichtig ist, dass wir alle unser herrliches Ambiente pflegen und gemeinsam sauber halten", so Oberbürgermeister Norbert Kastner.
 


Bußgelder für Ordnung und Sauberkeit

Angegeben ist der Bußgeld-Rahmen mit der gesetzlichen Höchstgrenze. Das tatsächliche Bußgeld hängt immer von den Umständen des Einzelfalles ab.
 

 

Verstoß

Bußgeld-Rahmen

Rechtsgrundlage

Auto

   

fährt oder parkt in Grünanlage

bis 1.000,- €

§ 10 Nr. 3 GrünanlagenS
Art. 24 Abs. 2 S. 2 GO

"Abfall, Dreck und Sauerei"

   

z. B. Scherben, Papier, Kaugummi, Zigaretten-
kippen usw. auf Straße wegschmeißen

bis 500,- €

§ 7 Nr. 1 SicherheitsVO
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

Scherben, Papier, Kaugummi, Zigaretten-
kippen usw. in Grünanlage wegschmeißen

bis 1.000,- €

§ 10 Nr. 3 GrünanlagenS
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

Öffentlich Notdurft verrichten,
ausspucken, erbrechen

bis 500,- €

§ 7 Nr. 1 SicherheitsVO
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

Grünanlagen

   

Hund läuft frei oder kotet

bis 1.000,- €

§ 10 Nr. 3 GrünanlagenS
Art. 24 Abs. 2 S. 2 GO

Abfälle wegschmeißen

bis 1.000,- €

§ 10 Nr. 3 GrünanlagenS
Art. 24 Abs. 2 S. 2 GO

Tiere

   

Hund kotet auf Straße oder Gehsteig

bis 500,- €

§ 7 Nr. 1 SicherheitsVO
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

Tauben füttern

bis 500,- €

§ 7 Nr. 5 SicherheitsVO
Art. 16 Abs. 2 LStVG

Sonstiges

   

Aggressives und/oder bandenmäßiges Betteln

"Platzverweis" aussprechen, ggfs. Polizei rufen

Alkoholgenuss außerhalb (Frei-) Gastronomie

"Platzverweis" aussprechen, ggfs. Polizei rufen

Winterdienst

   

Gehsteig oder Gehspur (ca. 1 m breit)
nicht sicher begehbar

bis 1.000,- €

§ 12 Nr. 2 WinterdienstVO
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

Streusalz verwendet

bis 1.000,- €

§ 12 Nr. 2 WinterdienstVO
Art. 66 Nr. 5 BayStrWG

rechtliche Grundlagen:

  • Grünanlagensatzung
  • Sicherheitsverordnung
  • Winderdienstverordnung
  • Bayerisches Straßen- und Wegegesetz
  • Landesstraf- und Verordnungsgesetz
 
 
 

Hochwasserschutz in Coburg

Hochwasserschutz in Coburg

Hochwasserschutz in Coburg

Immer wieder ist es in den letzten Jahren durch Hochwasserereignisse zu erheblichen Schäden im Stadtgebiet von Coburg gekommen. Um sein Eigentum in gefährdeten Gebieten zu schützen, können bereits im Vorfeld Vorkehrungen getroffen werden, die im Ereignisfall einen wirksamen Schutz des Eigentums ermöglichen. Nur wenn Eigeninitiative und öffentliche Maßnahmen Hand in Hand gehen, können Hochwasserschäden wirksam eingedämmt werden.

 

Das Ordnungsamt der Stadt Coburg gibt nachfolgend einige Tipps, welche Vorkehrungen sinnvoll sind:

  • Beachten Sie selbst Informationen zur Hochwasserlage in den Medien.
  • Nutzen Sie das Internetangebot des Freistaates Bayern. Unter http://www.hnd.bayern.de können die für unseren Bereich wichtigen Pegelstände in der Übersicht „Main-Elbegebiet“ eingesehen werden.
  • Sind Wohnungen durch Hochwasser gefährdet, planen Sie rechtzeitig eine evtl. Räumung ein;
  • Lagern Sie keine Lebensmittel, wertvolle Gegenstände aber auch gefährliche Stoffe (Lacke, Farben, Verdünner, Pflanzenschutzmittel usw.) in gefährdeten Räumen;
  • Überprüfen Sie die Sicherheit ihrer Heizungsanlage vor Hochwasser. Können evtl. nachträglich wasserdichte Fenster und Türen eingebaut werden. Wie kann der Brenner abgebaut werden;
  • Lagern Sie Ihre Heizmittelvorräte an wassergeschützter Stelle;
  • Sichern Sie Ihre Öltanks gegen Aufschwimmen und Umkippen (Auslaufgefahr); Lassen Sie Ihre Lageranlagen von einem anerkannten Sachverständigen überprüfen;
  • Denken Sie an elektrische Anlagen und Geräte (z.B. Tiefkühltruhen) an gefährdeter Stelle. Sichern Sie diese Anlagen/Geräte und planen Sie ein, dass diese Geräte im Ereignisfall abgestellt werden müssen;
  • Sichern Sie darüber hinaus alles, was durch Wasser abgetrieben werden kann;
  • Halten Sie Sandsäcke, Schalmaterial sowie reißfeste Folien zum Sichern von Türen und Kellerfenstern bereit. Sandsäcke können beim Technischen Hilfswerk - Ortsverband Coburg (Industriestr. 4 a -96487 Dörfles-Esbach) jeweils Dienstags in der Zeit von 19.00 bis 21.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung (Tel.: 09561/861409)käuflich erworben werden. . Denken Sie auch an Gummistiefel, Handschuhe, Taschenlampen und entsprechendes Werkzeug;
  • Lassen Sie die Funktionsfähigkeit von Rückstauventilen von Zeit zu Zeit überprüfen;
  • Sind Wasserpumpen vorhanden (in jedem Baumarkt erhältlich) ?
    Denken Sie an Ihr Kraftfahrzeug. Entfernen Sie das Fahrzeug rechtzeitig aus gefährdeten Bereichen (Uferbereich, Tiefgarage). Auch wenn Sie länger abwesend sind, lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht in einem solchen Bereich stehen.
  • Beobachten Sie in den gefährdeten Bereichen selbst den Wasserstand.
  • Weitere Tipps für Anwohner hochwassergefährdeter Gebiete:
    Link auf die Seiten des StMI
    Link auf die Seiten des Hochwasserrisikomanagement-Plans des Bayerischen Maineinzugsgebiets

 

Was tut die Stadt Coburg:

  • Die Stadt Coburg wird rechtzeitig vor Hochwasser warnen und über die Hochwasserlage informieren.
  • Gefährdete Betriebe und Institutionen werden per Telefon, Telefax oder e-Mail vorsorglich gewarnt.
  • Die gefährdete Bevölkerung wird durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei gewarnt und das so rechtzeitig, dass für Sofortmaßnahmen noch genügend Zeit bleibt.
  • Die Befüllung und Ausgabe von Sandsäcken beim Technischen Hilfswerk, Ortsverband Coburg, Industriestr. 4 a, 96487 Dörfles Esbach (Tel. 861409) ist ständig (Bereitschaftsdienst) gewährleistet.
  • Die Möglichkeit gefährdete Straßen und Wege sowie Unterführungen jederzeit kurzfristig sperren zu können, wird durch das Ordnungsamt der Stadt Coburg sichergestellt.
  • Ab einer bestimmten Gefährdungslage übernimmt die Stadt Coburg die Einsatzleitung und koordiniert die Maßnahmen der Hochwasserabwehr. Hierfür steht ein Einsatzraum im Ämtergebäude, Steingasse 18, zur Verfügung.
  • Den Einsatz vor Ort führt ein ausgebildeter und bereits benannter Örtlicher Einsatzleiter, dem die eingesetzten Kräfte am Schadensort unterstehen. Er wird dabei von speziell ausgebildeten Mitarbeitern unterstützt, denen ein neues modernes Einsatzleitfahrzeug zur Verfügung steht.
  • Unter der Rufnummer 09561/892828 ist ein ständiges Info-Telefon (Hochwasser-Hotline) zur Hochwasserlage eingerichtet."
  • Über das Wasserwirtschaftsamt Hof und den Wetterdiensten werden laufend Informationen zur Wetterlage eingeholt.

 

Für Fragen zum Hochwasserschutz oder zum Katastrophenschutz im Allgemeinen steht das Ordnungsamt der Stadt Coburg, Tel. 09561/891383 gerne zur Verfügung.

 

Was geschieht noch ?

  • Durch den Hochwassernachrichtendienst des Wasserwirtschaftsamtes Hof wird die Stadt Coburg frühzeitig über drohende Hochwasserereignisse informiert. Auch während des Ereignisse werden laufend die Pegelstände der Flüsse und die wahrscheinliche Weiterentwicklung mitgeteilt.
  • Durch das Schönstätt-Speicher wird der Pegelstand der Itz reguliert.
  • Der Goldbergsee hat sich als zuverlässiges Hochwasserrückhaltebecken erwiesen. Bei sehr starkem Hochwasser kann der See auf bis zu 145 Hektar angestaut werden, das entspricht einer Fläche von über 200 Fußballfeldern.
  • Die Überleitung der Lauter sowie die Baumaßnahmen an der Sulz werden die Gefahr vor Hochwasser weiter verringern.

Übersicht der Hochwasserschutzmaßnahmen im Raum Coburg

Im Hochwasserfall stehen der Einsatzleitung Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Coburg und des Technischen Hilfswerkes zur Verfügung. Durch diese Organisationen können auch Keller oder andere überschwemmte Bereiche wieder ausgepumpt werden.

 

Erreichbarkeiten:
Freiwillige Feuerwehr Coburg 09561/89-1370
Technisches Hilfswerk 09561/861409
Integrierte Leitstelle Coburg 09562/5039-0


Über die ständig fortgeführten Katastrophenschutzpläne der Stadt Coburg kann im Bedarfsfall jederzeit auch überörtliche Hilfe angefordert werden.


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