Einblicke in die Museumsarbeit & Puppenthemen

Restaurierung Tanzlektion

Konservierungsmaßnahmen am Automaten "Die Tanzlektion" von 1880

Mit Lupe, Pinzette, Spatel, einer großen Portion Geduld und ruhiger Hand machte sich die Textilrestauratorin ans Werk. Dass sich die Puppen nicht von ihrem Podest abnehmen ließen, machte ihr die Arbeit nicht gerade leichter und erforderte ein paar Verrenkungen.

Zunächst würden stark verschmutzte Oberflächen vorsichtig abgepinselt und entstaubt. Beim Podest kam der Spezialstaubsauger zum Einsatz. Aberissene Textilteile wurden mit zarten Fäden hochgebunden und die Boullionfranseborte am Saum der Tischdecke wieder angeklebt. Brüche in den Seidenstoffen der Tanzlehrerin wurden mit Tüll unterfüttert, Risse mit Klebefäden gesichert und die Löckchen der beiden Puppen gebändigt.

Nur für das geübte Auge sind diese behutsamen Konservierungsmaßnahmen sichtbar. Sie dienen dazu, den Originalzustand des Objekts noch über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Sicherlich hätte man die Stoffe auch abnehmen, gründlicher reinigen, Fehlstellen ersetzen und dann die Puppen wieder bekleiden können, in der Hoffnung, die Kleiderfalten genau so wieder zu drapieren. Allerdings wären wir dabei Gefahr gelaufen, dass die empfindlichen, alten Seidenstoffe während der Maßnahmen weiter zerfallen und am Ende der Originalzustand nicht wieder erreicht werden kann. Darum haben wir es erst einmal so belassen.

Die Maßnahme konnte nur durch die Spenden unserer Museumsbecucher/innen finanziert werden. Wir danken allen, die in den letzten Jahren unsere Spendenbox gefüllt haben ganz herzlich!

 


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