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Zentrale Coronavirus-Abstrichstelle in Betrieb

Zentrale Coronavirus-Abstrichstelle in Betrieb

Am Marienhaus auf dem Gelände des Regiomed-Klinikums Coburg gibt es seit Mittwoch eine zentrale Abstrichstelle für Verdachtsfälle, die auf das Coronavirus getestet werden müssen. Diese funktioniert nach dem Prinzip des sogenannten Drive-by-Verfahrens.

Der Wunsch nach einer zentralen Abstrichstelle wurde von Seiten des Hausärztevereins an die Koordinierungsgruppe „Öffentliche Gesundheit - Coronavirus“ herangetragen. Diese kommt täglich im Landratsamt Coburg zusammen und besteht aus Vertretern des Gesundheitsamtes, des Landratsamtes, der Stadt Coburg und dem Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung. Die Koordinierungsgruppe steht in ständigem Austausch mit dem Hausärzteverein sowie dem Regiomed-Klinikum Coburg.

Mit einer solchen zentralen Abstrichstelle wird bezweckt, dass die Patienten, die als begründete Verdachtsfälle einzustufen sind, nicht mehr die Praxen der Hausärzte betreten und eine Ansteckungsgefahr für andere Patienten darstellen. Die zentrale Anlaufstelle soll zudem den ärztlichen Fahrdienst der KVB und die Hausbesuche der Hausärzte ergänzen.

 

Wer kann diese zentrale Anlaufstelle nutzen?

Der Patient wendet sich telefonisch an seinen Hausarzt. Dieser prüft, ob Gründe für einen Abstrich - Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person, Aufenthalt in einem Risikogebiet und Auftreten von Symptomen - gegeben sind. Sofern dieser nicht vom Hausarzt selbst oder vom Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) abgenommen wird, wird der Patient an die Abstrichstelle vermittelt. Um dort abgestrichen zu werden, muss der Hausarzt einen Anmeldebogen an das Klinikum übermitteln.

Die zentrale Abstrichstelle ist also ausschließlich vorgesehen für begründete Verdachtsfälle nach der Definition des Robert Koch Instituts. 

Sie dient rein nur zum Abstreichen von begründeten Verdachtsfällen. Es erfolgt z.B. keine Ausstellung von Rezepten oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. 

Ohne Übermittlung vom Hausarzt erfolgt keine Behandlung. Spontane Besuche sind also zwecklos.

 

Wie erfolgt die Abstrichentnahme?

Der Patient fährt mit seinem Fahrzeug zur zentralen Abstrichstelle und steigt dort nicht aus. Es kommt zu keinem Kontakt zwischen einzelnen Patienten. Das Risiko von Ansteckungen wird so, auch für den abstreichenden Arzt, minimiert. Ein Arzt des Klinikums wird den Abstrich entnehmen.

 

Wie erfährt der Patient von seinem Befund?

Die entnommenen Proben werden an ein Labor verschickt, das diese auswertet. Die Ergebnisse werden zurück an das Klinikum übermittelt, welches den Patienten, das Gesundheitsamt und den Hausarzt darüber informiert.

 


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