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Amtsvormundschaften/Pflegschaften

Übersicht


Was ist eine Amtsvormundschaft?

Der Vormund ist der gesetzliche Vertreter in den Lebensbereichen eines minderjährigen Kindes, wenn die eigenen Eltern diese Aufgaben aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr ausführen können.
Die elterliche Sorge kann in mehrere Aufgabenbereiche wie zum Beispiel die Vermögenssorge, Aufenthaltsbestimmung, Gesundheitsfürsorge oder das Antragsrecht auf Sozialleistungen nach dem SGB VIII, unterteilt werden. Ein Amtsvormund (hier ein/e Mitarbeiter/in des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Coburg) ist für all diese und noch mehr Bereiche zuständig.

 

Was ist eine Pflegschaft?

Bei einer (Ergänzungs-)pflegschaft handelt es sich nur um einzelne Teile der elterlichen Sorge. Beispielsweise verwaltet der Pfleger das Vermögen des Kindes oder sorgt dafür, dass ein Kind in einer geeigneten Pflegefamilie untergebracht werden kann.

 

Wann kommt es zu einer Amtsvormundschaft/-pflegschaft?

Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Coburg übernimmt die Vormundschaft für ein Kind bzw. Jugendlichen unter 18, wenn:

  • Die elterliche Sorge durch das Familiengericht entzogen wurde bzw. beide (sorgeberechtigte) Elternteile an der Ausübung der elterlichen Sorge gehindert sind und eine geeignete private Person als Vormund nicht vorhanden ist.
  • Eine Mutter ihr Kind nicht selbst vertreten kann weil sie selbst noch minderjährige ist (sog. gesetzliche Amtsvormundschaft)
  • Ein Elternteil oder beide Elternteile versterben (und sie die elterliche Sorge innehatten)
  • Ein unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling (UmF) nach Deutschland kommt und keine anderen gesetzlichen Vertreter in Frage komme

 

Wie kommt es zu einer Amtsvormundschaft/-pflegschaft?

Eine Vormundschaft ordnet das Familiengericht durch einen richterlichen Beschluss an. Zuständig ist das Familiengericht, in dessen Bezirk das Kind / der Jugendliche, zu der Zeit, in der die Anordnung der Vormundschaft erforderlich wird, seinen gewöhnlichen Aufenthalt (Wohnsitz) hat.

 

Was sind die Aufgaben eines Vormundes/Pflegers?

Der Vormund hat sowohl das Recht, als auch die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Mündels zu sorgen (§ 1793 BGB).

Je nachdem welche Teile der elterlichen Sorge einer Person des Amtes für Jugend und Familie übertragen wurden, übernimmt der Vormund bzw. der Pfleger diese Tätigkeiten (z.B. Gesundheitsfürsorge - z.B. Zustimmung bei Impfungen/medizinischen Eingriffen oder schulische Angelegenheiten - z.B. Finden/Beantragen eines angemessenen Schulplatzes).

Auch muss der Vormund mit dem Mündel regelmäßigen, persönlichen Kontakt in dessen gewohnter Umgebung halten (in der Regel einmal im Monat - vgl. § 1793 Abs. 1a BGB).

Im Bereich der Vormundschaften für unbgeleitete, minderjährige Flüchtlinge gehört die Vertretung in Asyl- und aufenthaltsrechtlichen Angelegenheite sowie Unterstützung bei der Familienzusammenführung - sowie Familiennachzug, zu weiteren Aufgaben.

Die Tätigkeiten des Vormunds bzw. des Pflegers werden regelmäßig durch das Familiengericht bestimmt und überwacht, so muss der Vormund beispielsweise Berichte an das Familiengericht schreiben, um dieses über wichtige Angelegenheiten des Mündels zu informieren.

 

Lesen Sie weiter

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung "Kümmerer fürs Kind": Jugendamt managt Vormundschaften >>



 
 
 
Hauptanschrift/en

Amt für Jugend und Familie

Steingasse 18
96450 Coburg
Telefon: 09561 / 89-1511
jugendamt@coburg.de
http://www.coburg.de/jugendamt

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Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
8.30 bis 15.30 Uhr

Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.00 Uhr


 
 
 

Ansprechpartner/in

Frau Carolin Bauernfeind

Allgemeiner Sozialer Dienst - Amtsvormundschaften-/pflegschaften

Carolin.Bauernfeind@coburg.de

Telefon: 09561 / 89-1569
Fax: 09561 / 89-61569



Frau Jennifer Stapf

Allgemeiner Sozialer Dienst - Bezirk 3 L-Z, Amtsvormundschaften-/pflegschaften

Jennifer.Stapf@coburg.de

Telefon: 09561 / 89-1565
Fax: 09561 / 89-61565