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Kindererziehungszeiten

Übersicht


Kindererziehungszeiten

Zeiten der Erziehung eines Kindes (auch eines Adoptiv-, Stief- oder Pflegekindes) werden bei Geburten ab 01.01.1992 für die Dauer von drei Jahren und bei Geburten bis zum 31.12.1991 für ein Jahr, beginnend mit dem Ersten des Monats nach dem Geburtsmonat, als Beitragszeiten in der Rentenversicherung angerechnet. Werden mehrere Kinder gleichzeitig erzogen, verlängert sich der Zeitraum um die Zeit der gleichzeitigen Erziehung, bei Zwillingen also von einem auf zwei bzw. von drei auf sechs Jahre.

Die Kindererziehungszeiten können nur Müttern oder Vätern gutgeschrieben werden, die nach dem 31.12.1920 (in den neuen Ländern nach dem 31.12.1926) geboren sind. Mütter der Geburtsjahrgänge vor 1921 (in den neuen Ländern vor 1927 - hier gelten allerdings Besonderheiten) können stattdessen eine Kindererziehungsleistung erhalten. Elternteile, die während der Kindererziehungszeit versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit waren (z.B. Beamte, siehe auch Versicherungsfreiheit), erhalten keine Kindererziehungszeiten.

Die Kindererziehungszeiten werden jeweils dem Elternteil angerechnet, der das Kind überwiegend erzogen hat, in der Regel der Mutter. Bei gemeinsamer Erziehung kann ein Elternpaar durch Erklärung gegenüber dem Rentenversicherungsträger bestimmen, dass die Kindererziehungszeiten – eventuell auch teilweise – dem Vater zugeordnet werden sollen. Diese Erklärung ist grundsätzlich rückwirkend, allerdings nur für bis zu zwei Kalendermonate vor Abgabe der Erklärung, und für die Zukunft zulässig.

Durch die Anrechnung von Kindererziehungszeiten wird der jeweilige Elternteil rentenrechtlich so gestellt, als habe er während dieser Zeit eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt und Beiträge entsprechend dem Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer gezahlt. Dies entspricht im Jahr 2005 einem monatlichen Bruttoverdienst von ca. 2.460 €.

Die Kindererziehungszeiten zählen für die Wartezeiten mit und tragen auch dazu bei, weitere versicherungsrechtliche Voraussetzungen für einen Rentenanspruch zu erfüllen. Sie wirken darüber hinaus rentensteigernd. Ein Jahr Kindererziehungszeit führt derzeit zu einem monatlichen Rentenanspruch von 27,20 €. Kindererziehungszeiten werden zusätzlich zu den eventuell zeitgleich vorhandenen Beitragszeiten – allerdings insgesamt höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze – angerechnet.

Außerdem werden im Zusammenhang mit der Erziehung eines Kindes auch Berücksichtigungszeiten anerkannt.

Zuständig: Gesetzliche Rentenversicherungsträger.



Rechtliche Grundlagen

§§ 3, 56, 249, 249a Sozialgesetzbuch VI
 
 
 
Hauptanschrift

Versicherungsamt

Oberer Bürglaß 1
96450 Coburg
Telefon: 09561/ 89-1350
Fax: 09561/ 89-1359
versicherungsamt@coburg.de
http://www.coburg.de/versicherungsamt

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Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
8.30 bis 15.30 Uhr

Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.00 Uhr


 
 
 

Ansprechpartner/in

Frau Cornelia Polzin

Sachbearbeiterin

Cornelia.Polzin@coburg.de

Telefon: 09561 / 89-1352
Fax: 09561 / 89-61352



Herr Rüdiger Rößle

Amtsleiter des Versicherungsamtes

Ruediger.Roessle@coburg.de

Telefon: 09561 / 89-1350
Fax: 09561 / 89-61350