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Erbschaftssteuer

Übersicht

Erbschaftssteuer


Wenn im Rahmen eines Todesfalles Vermögen auf eine andere Person übertragen wird, so unterliegt dieser Vorgang der Erbschaftsteuer.

Die unentgeltliche Vermögensübertragung von einer Person auf eine andere im Rahmen eines Todesfalles (Erwerb von Todes wegen) unterliegt grundsätzlich der Erbschaftsteuer. Besteuert wird hierbei der Erwerb der einzelnen Person (Erwerber).

Ein Erwerb von Todes wegen liegt unter anderem bei einer Vermögensübertragung aufgrund

  • einer Erbschaft (gesetzlich, testamentarisch oder erbvertraglich),
  • eines Vermächtnisses,
  • eines geltend gemachten Pflichtteilsanspruches,
  • einer Auflage,
  • einer Schenkung auf den Todesfall oder
  • eines vom Erblasser zugunsten des Erwerbers geschlossenen Vertrages

vor. Auch eine Abfindung für den Verzicht auf einen Pflichtteilsanspruch oder die Ausschlagung einer Erbschaft bzw. eines Vermächtnisses führt zu einem Erwerb von Todes wegen.

Bei der Erbschaftsteuer richten sich die Freibeträge nach dem Verwandtschaftsverhältnis zwischen Erwerber und Erblasser. Die Steuersätze sind vom Verwandtschaftsverhältnis und von der Höhe des Erwerbes abhängig.

Detailliertere Angaben zur Erbschaftsteuer finden Sie in der Informationsbroschüre ''Erbschaft- und Schenkungsteuer'' des Bayerischen Finanzministeriums.

Anzeigepflichten

Haben Sie aufgrund eines Todesfalles Vermögen erworben, so müssen Sie diesen Erwerb dem Erbschaftsteuerfinanzamt anzeigen.

Bei der Erbschaftsteuer wird der einzelne Erwerb von Todes wegen besteuert. Deshalb sind Sie verpflichtet, wenn Sie Vermögen im Rahmen eines Todesfalles erhalten, diesen Erwerb dem zuständigen Erbschaftsteuerfinanzamt anzuzeigen.

Die Mitteilung ist auch dann erforderlich, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Erwerb die Freibeträge nicht übersteigt. Auch wenn der Erblasser in Deutschland keinen Wohnsitz hatte oder Sie nur in Ausland befindliches Vermögen erworben haben, sind Sie weiterhin zur Anzeige verpflichtet.

Eine Anzeige ist dann nicht erforderlich, wenn Sie das Vermögen aufgrund einer von einem deutschen Gericht, einem deutschen Notar oder einem deutschen Konsul eröffneten Verfügung von Todes wegen (Testament, Erbvertrag) erhalten haben.

Die Anzeige ist innerhalb von 3 Monaten nach dem Zeitpunkt, an dem Sie von Ihrem Erwerb erfahren haben, zu erstatten.

Sie sollten dabei die folgenden Punkte angeben:

  • Vorname, Familienname, Beruf, Wohnung des Erblassers
  • Ihren Vornamen, Familiennamen, Beruf und Ihre Anschrift,
  • Todestag und Sterbeort des Erblassers,
  • Gegenstand und Wert Ihres Erwerbes,
  • Rechtsgrund für Ihren Erwerb (gesetzliche Erbfolge, Testament, Vermächtnis usw.),
  • Ihr persönliches Verhältnis zum Erblasser (Ehegatte, Verwandtschaftsgrad, Schwägerschaft usw.)
  • frühere Zuwendungen des Erblassers an Sie nach Art, Wert und Zeitpunkt der Zuwendung.

Die Anzeige ist bei dem Erbschaftsteuerfinanzamt einzureichen, in dessen Bezirk der Erblasser seinen Wohnsitz hatte.
 



Rechtliche Grundlagen

§ 30 Erbschaftsteuergesetz
§ 35 Erbschaftsteuergesetz i.V.m. § 19 der Abgabenordnung

Zeitpunkt/Fristen

Die Anzeige ist innerhalb von drei Monaten nach dem Zeitpunkt zu erstatten, in dem Sie von Ihrem Erwerb erfahren haben.
 
 
 
 
Hauptanschrift/en

Standesamt Coburg - Sachgebiet Sterbefälle

Oberer Bürglaß 1
96450 Coburg
Telefon: 09561/ 89-1346 oder -1347
Fax: 09561/ 89-2349
standesamt@coburg.de
http://www.coburg.de/standesamt


Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
8.30 bis 14.30 Uhr

Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.00 Uhr


 
 
 

Terminsystem

Im Standesamts Coburg wurde ein Terminsystem eingeführt. Dadurch können wir Termine effizienter organisieren und koordinieren und haben mehr Zeit für Sie und Ihre Anliegen. Bitte vereinbaren Sie daher für Informationsgespräche, Anträge und Beurkundungen vorher telefonisch einen Termin mit dem zuständigen Mitarbeiter. Vielen Dank!

 
 
 
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