Coburg für europäisches Jugendprojekt nominiert

Eine Kooperation aus Trägern verbandlicher, offener und kommunaler Jugendarbeit will mit Unterstützung der Agentur SPIN Sport Innovation ein mit EU-Mitteln gefördertes Projekt in Coburg realisieren. Coburg ist neben Skopje in Mazedonien und Salzburg in Österreich auf der Wunschliste der Agentur.

Nach Informationen des SPIN-Geschäftsführers Matthias Gütt, der das Projekt im Jugendhilfesenat vorstellte, geht es darum, Jugendliche zur Gestaltung ihres sozialen und politischen Umfeldes einzuladen und sie zu befähigen einen sozialen Wandel voranzutreiben. Denn junge Menschen hätten laut Shell-Jugendstudie eine hohe Motivation politisch aktiv zu werden, erklärte Gütt. Insbesondere die Themen „Umwelt und Gesundheit“ stünden ganz oben auf deren Werteskala. „Jugendliche benötigen eine Plattform, um diese Fähigkeiten mit Gleichaltrigen zu entwickeln und zu verbessern, sowie Zugang zu einer sozialen Arena, in der sie durch ihr Engagement effektiv zum sozialen Wandel beitragen können“ führte Gütt aus. „Youth for social change“ setze genau an diesem Punkt an, indem Jugendliche zu sogenannten "Change Agents" ausgebildet werden, um dann in lokalen "communities of practice" aktiv zu werden. Daraus würden dann kleinere von den Jugendlichen initiierte lokale Projekte zum Thema Gesundheit und Aktivität entstehen. Darüber hinaus sei dann ein Austausch und ein gemeinsames voneinander lernen mit den Partnerstädten in Mazedonien und Österreich geplant.

„Wir sind es bislang gewohnt, dass jemand Geld von der Stadt will, wenn er erstmals einen Vortrag im Jugendhilfesenat hält. Dass jemand Geld sozusagen mitbringt, ist neu. Sie dürfen gerne öfters kommen“, zeigte sich Stadträtin Gabriele Morper-Marr angetan von der Finanzierungsmöglichkeit durch EU-Fördermittel.

Stadtjugendpfleger Ulrich Schmerbeck ergänzte, dass “Youth for social change“ bei den Coburger Trägern der Jugendarbeit auf eine breite Bereitschaft gestoßen sei, das Projekt zu realisieren. Als offizieller Projektpartner soll der Domino Coburg e.V. in den EU-Antrag aufgenommen werden. Der Leiter des Jugendzentrum Domino, Mark Ritschel, zeigte sich erfreut über die neuen Möglichkeiten, die das Projekt bereithält. „Die Jugendlichen im JUZ haben bereits ihr Interesse bekundet und schon eigene Ideen, wie ein verbessertes Radwegenetz oder ein gesundes Mittagsessen, entwickelt.“

 


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