Erhöhung der Radsicherheit: Neue Regelungen der Straßenverkehrsordnung umgesetzt

Die Stadt Coburg setzt die Regelungen der sogenannten StVO-Novelle um. Seit 28.04.2020 gilt auf Schutzstreifen für den Radverkehr ein absolutes Halteverbot. Damit werden derzeit alle bisher gültigen Ausnahmen entfernt, die ein eingeschränktes Halten auf den Schutzstreifen ermöglicht haben. Diese Regelung wurde nun für Coburg umgesetzt. „Die Stadt Coburg bittet die Autofahrer, sich auf die neue Situation einzustellen“, teilt Louay Yassin, Pressesprecher der Stadt Coburg mit. „Wir wollen und müssen dem Fahradverkehr mehr Raum in unserer Stadt einräumen und ihn sicherer gestalten. Zugeparkte Radschutzstreifen haben immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrer geführt. Durch die bundesweite Regelung wird dieses Parken auf den Streifen nun teuerer.“

„In den letzten Jahren erreichten uns häufig Beschwerden über abgestellte Fahrzeuge auf Radschutzstreifen. Radschutzstreifen finden sich in Coburg auf vielen Straßen, z.B. Ketschendorfer. Straße, Rosenauer Straße, Lauterer Straße, Creidlitzer Straße u.v.m.“ erläutert Kai Holland, Leiter des Ordnungsamtes. „Es handelt sich hier um unterbrochenen Fahrbahnmarkierungen, die einen geschützten Raum für den Radfahrenden kennzeichnen. Der Kraftfahrzeugverkehr darf diesen nur befahren, wenn eine Gefährdung des Radverkehrs ausgeschlossen ist. Bis zum 27.04.2020 war es noch erlaubt kurzzeitig auf Radschutzstreifen zu halten bzw. auch Ladetätigkeiten zu verrichten. Mit Änderung der StVO zum 28.04.2020 gilt die eindeutige Regelung, dass selbst das Halten auf diesen Schutzstreifen nicht mehr gestattet ist. Diese Regelung wird nun auch durch die Stadt Coburg umgesetzt und dient zur Erhöhung der Sicherheit im Radverkehr", so Holland weiter.

Die neue Straßenverkehrsordnung sieht hier unterstützend deutlich erhöhte Bußgelder für die Missachtung vor. Das gilt auch für das Parken auf Gehwegen und das Parken in 2. Reihe.

Eine weitere Regelung betrifft den Überholabstand, den Kraftfahrzeuge zu Radfahrenden einhalten müssen. 1,50 m innerorts und 2,00 m außerorts sollen hier einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Durch das meist deutlich höhere Geschwindigkeitsniveau des motorisierten Verkehrs entstehen bei zu engem Überholen häufig Unsicherheiten beim Radfahrenden.

Weiterhin Gültigkeit hat der § 1 der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Dazu leisten die neuen Regelungen der Straßenverkehrsordnung einen wichtigen Beitrag.

Weitere Regelungen hat das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur übersichtlich zusammengestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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