Stadt Coburg als familienfreundliches Unternehmen mit dauerhaftem Charakter geehrt

Stadt Coburg als familienfreundliches Unternehmen mit dauerhaftem Charakter geehrt

Die Stadtverwaltung Coburg ist am 15. Juni 2020 für die Auszeichnung mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie geehrt worden. Die Würdigung für ihre strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik fand erstmals in der 22-jährigen Geschichte des audit im Rahmen eines Zertifikats-Online-Events statt.

Zu den Gratulant*innen zählte neben Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die die Schirmherrschaft über das audit trägt, betonte in ihrer Grußbotschaft an die Zertifikatsempfänger: „Gerade in den letzten Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Wenn Schule und Kita fehlen – dann kommt es auf die Flexibilität der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an.“ Die Ministerin machte in diesem Zusammenhang auf Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung aufmerksam, wie dem Notfall-

Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen, der Lohnfortzahlung bei fehlender Kinderbetreuung, dem Kurzarbeitergeld, der Anpassung des Elterngeldes sowie dem Kinderbonus. „In der derzeitigen Situation beweist sich, was auch in normalen Zeiten gilt:

Eine starke Wirtschaft braucht starke Familien – und umgekehrt“, so Franziska Giffey.

Die Stadt Coburg, die seit vielen Jahren als Arbeitgeber mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit punktet, hat inzwischen erfolgreich das Dialogverfahren zum audit durchlaufen, das Arbeitgebern offen steht, die seit mindestens neun Jahren mit dem audit eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik verfolgen. Die Stadtverwaltung wurde erstmals im Jahr 2007 mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet, das bislang jeweils eine Laufzeit von drei Jahren hatte. Nach den Re-Auditierungen folgte nun das Dialogverfahren, das mit dem Zertifikat mit dauerhaftem Charakter honoriert wird.

Angeboten wird das audit von der berufundfamilie Service GmbH, die zur Qualitätssicherung des Zertifikats in drei Jahren ein weiteres Dialogverfahren ansetzen wird. Ziel des Dialogverfahrens ist es, den hohen Entwicklungsstand der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik zu pflegen und in einzelnen ausgesuchten Bereichen das Optimierungspotenzial zu nutzen.

Ca. 800 Beschäftigte können bei der Stadtverwaltung Coburg von den familienbewussten Maßnahmen profitieren. Das Angebot umfasst aktuell viele kleinere und größere Maßnahmen und Aktionen, die sich über die Jahre etabliert haben und wesentlich dazu beitragen, dass die Verwaltung als familienfreundlich anerkannt ist. Geplant ist weiterhin an der Festigung einer familienfreundlichen Kultur zu arbeiten und besonders die Digitalisierung zu nutzen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zukunftsorientiert zu gestalten. Damit kann sich die Verwaltung noch mehr als moderner Arbeitgeber etablieren.

„Die Stadtverwaltung hat bereits frühzeitig den Weg zu mehr Familienfreundlichkeit begonnen. Hier dürfen wir nun nicht stehen bleiben, sondern uns auch weiterhin zum Nutzen unserer Beschäftigten mit attraktiven Maßnahmen zur Vereinbarkeit engagieren. Denn wir brauchen gute Fachkräfte, die Coburg auch weiterhin engagiert und motiviert voran bringen“, so der Oberbürgermeister Dominik Sauerteig über das audit berufundfamilie.

Er bedankte sich dabei auch bei der Projektleiterin Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Coburg, die seit Beginn die Maßnahmen und Aktionen steuert, deren Umsetzung nur mit vereinten Kräften innerhalb der Verwaltung erfolgen.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläuterte anlässlich des Zertifikats-Online-Events, das unter dem Titel „TEAM2020 – Mit Vereinbarkeit Stark in und nach der Krise“ stand: „Familien- und lebensphasenbewusste Arbeitgeber hatten immer ein Gespür dafür – mit der Coronapandemie wurde aber in der gesamten Arbeitswelt offensichtlich: Eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik ist ein Mittel des Risikomanagements. Dank ihr sind Arbeitgeber in der Lage, auf Veränderungen flexibel zu reagieren – und das schnell und passgenau. Eine Unternehmenskultur, in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verankert ist, fördert auch die Funktionalität von Teams. Denn sie bietet den Rahmen, in dem Talente gefördert, das Empowerment der Beschäftigten unterstützt, die Agilität von Arbeitsabläufen angetrieben und das Management von Vereinbarkeitsfragen effektiv gestaltet werden kann. Diese Effekte, auf der die Zusammenarbeit innerhalb der Teams eine gute Basis findet, zahlen sich gerade auch in Krisenzeiten aus.“

Die webbasierte Veranstaltung war insgesamt 334 Arbeitgebern – 134 Unternehmen, 164 Institutionen und 36 Hochschulen – gewidmet, die in den vorangegangenen zwölf Monaten erfolgreich das audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule durchlaufen hatten.

Auch in diesem Jahr wurden noch andere Coburger Unternehmen mit dem Zertifikat ausgezeichnet. So erhielt auch das Landratsamt Coburg und die Firma Brose neuerlich die Auszeichnung.

Das audit berufundfamilie und das audit familienbewusste hochschule

Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt dafür, dass Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum audit. Seit der Einführung des audit im Jahr 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Aktuell sind insgesamt 982 Arbeitgeber nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert, darunter 467 Unternehmen, 413 Institutionen und 102 Hochschulen. Davon können rund 2 Millionen Beschäftigte und etwa 1,4 Millionen Studierende profitieren.

 


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