Ein „neuer Kopf“ im Puppenmuseum: Birgit Lang entwickelt Ideen für Kinderangebote zu Corona-Zeiten Wie meistern die Kinder und Familien gerade ihren Alltag und was hilft ihnen dabei? sind Fragen, denen sich Birgit Lang im Puppenmuseum widmet. Erste Antworten hat sie bereits erhalten, aber es dürfen noch mehr werden.

Ein „neuer Kopf“ im Puppenmuseum: Birgit Lang entwickelt Ideen für Kinderangebote zu Corona-Zeiten

Am 1. März 2020 nahm Birgit Lang ihre Tätigkeit als Elternzeitvertretung von Jana Wieschollek auf. Gemeinsam mit Christine Spiller leitet sie in den nächsten zwei Jahren das Coburger Puppenmuseum und ist für die Museumspädagogik und die Betreuung der Sammlung zuständig.

Kaum im Museumsalltag angekommen, veränderte sich dieser am 16. März mit der bayernweiten Schließung der Museen drastisch: Planungen für klassische Kinderprogramme, wie sie sie aus ihrer bisherigen Tätigkeit in der Jugendpflege kannte, mussten erst einmal auf Eis gelegt werden. Stattdessen waren digitale Angebote gefragt, die teilweise aus dem eigenen Homeoffice für die Familien zu Hause konzipiert wurden.

So versorgte Birgit Lang die Kinder über die Homepage und die Facebookseite des Puppenmuseums jede Woche mit einem Basteltipp zum Thema „Pappcycling – kreativ mit Papier und Pappe“. Dass sie Medien- und Kulturpädagogik studiert hat, kam ihrer neuen Wirkungsstätte dabei sehr zugute: In peppigen Videos zu jedem Basteltipp lieferte sie eine anschauliche, digitale Anleitung gleich mit.

Ihr aktuelles Projekt knüpft an ihren zweiten Tätigkeitsbereich, die Sammlung, an und weckt ihre im Masterstudium erworbenen Fähigkeiten als Kulturwissenschaftlerin: Mit großem Elan widmet sie sich dem Sammelaufruf zum Thema „Kinderalltag in Corona-Zeiten: Spielen in der Krise“. „Wir haben dazu schon tolle Einsendungen bekommen, aber wir brauchen noch mehr, damit unser Corona-Archiv die Sicht der Kinder auf diese außergewöhnliche Zeit gut dokumentieren kann“, ruft Birgit Lang zur Beteiligung auf. Selbst gemalte Bilder, Fotos, Berichte oder Basteleien, die zeigen, wie die Kinder und ihre Familien gerade den Corona-Alltag meistern, sind höchst willkommen und können bis 15. Mai 2020 per E-Mail (puppenmuseum@coburg.de) oder per Post (Coburger Puppenmuseum, Rückertstraße 2-3, 96450 Coburg) an das Museum geschickt werden.

Alle Informationen zum Sammelaufruf finden sich auf der Website www.coburg.de/kinderalltag.

Die Ergebnisse wird Birgit Lang im Anschluss in digitaler Form auf der Homepage des Museums präsentieren. „Auch eine kleine Ausstellung soll aus den Einsendungen entstehen, wenn das Coburger Puppenmuseum bald wieder seine Türen öffnen kann“, freut sie sich schon auf ihren zweiten Neuanfang im Museum.

 

 

 


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