Kinder- und Jugendklimakonferenz: wertvolle Diskussionen und Anregungen der Coburger Schülerinnen und Schüler

Kinder- und Jugendklimakonferenz: wertvolle Diskussionen und Anregungen der Coburger Schülerinnen und Schüler

„Danke, dass ihr mit uns geredet habt. Danke, dass ihr eure Gedanken mit uns geteilt habt.“ Diese Worte ließ Oberbürgermeister Norbert Tessmer den Kindern und Jugendlichen zukommen, die bei der Ergebnispräsentation im Nachgang zu den Coburger Klimaschutzkonferenzen anwesend waren. Coburgs Oberbürgerbürger Norbert Tessmer hatte die ersten Klimakonferenzen initiiert, um die Politik vor Ort von den Kindern und Jugendlichen mitgestalten zu lassen. Ein erster Schritt dazu wurde an den medial vorab angekündigten Veranstaltungen gemacht. Diese fanden am 15. November 2019 für Jugendliche der weiterführenden Schulen und am 18. November 2019 für Kinder der Grundschulen bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In einem geschützten Raum konnten sich die gleichaltrigen Diskutanten mit Experten auseinandersetzen und gemeinsam ihre Ideen formulieren.

Bei der Kinder-Klimaschutzkonferenz nahmen insgesamt 112 Kinder aus sieben Grundschulen teil und bearbeiteten sowie diskutierten an elf Stationen die Themenpunkte wie Konsum, Wertstoffe, Windräder, Radwege sowie Busse, oder auch den Artenschutz.

Die 121 Jugendlichen der weiterführenden Schulen hatten zuvor bereits zu fünf unterschiedlichen und komplexeren Themen in zehn Zukunftswerkstätten gearbeitet. Schwerpunkte waren der ÖPNV/Mobilität, das Radwegenetz, die Energieerzeugung, Gebäude/Wohnen und Sanierung sowie das Konsumverhalten. Zwei eingeladene Experten gaben hierzu jeweils einen Ist-Zustand für die derzeitigen Verhältnisse in der Stadt Coburg, woraufhin die Schülerinnen und Schüler unter sich eine Vision einer klimafreundlicheren Kommune entwickeln konnten. Abschließend wurden daraus realistische sowie machbare Wünsche und Forderungen formuliert. Unterstützt wurden die Jugendlichen hierbei von über 20 neutralen Moderatorinnen und Moderatoren der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Dienste.

Die nun abschließende Ergebniskonferenz zusammen mit Oberbürgermeister und den Stadträten verfolgte laut Tessmer ein klares Ziel: „Ich möchte euch Kindern und Jugendlichen danken, dass ihr die Politik vor Ort mitgestaltet. Sinn und Zweck der Konferenzen ist es nicht, sich tolle Ideen auszudenken, die in der Schublade landen. Sondern die erfrischenden Gedanken sollen in den Stadtrat und somit in die Politik getragen werden, um ein Umdenken zu erreichen.“ Die ausgearbeiteten Ergebnisse lagen den anwesenden Politikern vor und wurden durch 27 Schülerinnen und Schüler noch einmal vertiefend vorgestellt.

Teilnehmer erklärten, welche Hoffnung sie haben. Einige in der Runde sagen, sie möchten "dass die Innenstadt autofrei wird" oder dass "zukünftige Generationen noch Schnee erleben können". Sie wünschten sich beispielsweise mehr Fahrradparkplätze, günstigeren oder kostenlosen ÖPNV oder dass es auch in den Klassenzimmern eine Mülltrennung gibt.

„Es liegt nun an uns, diese Ideen, Wünsche und Ergebnisse ernst zu nehmen und uns dafür einzusetzen, dass diese umgesetzt werden“, machte Oberbürgermeister Norbert Tessmer den anwesenden Stadträten klar.

Beispielsweise werden die erarbeiteten Ergebnisse speziell an die zuständigen Ämter zur Bearbeitung weitergegeben oder auch in bereits vorhandene Arbeitskreise eingebraucht.

„Mit den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräfte werden wir uns weiterhin über den Stand der Umsetzungen austauschen und in regelmäßigen Abständen zu Treffen sowie zu speziellen Veranstaltungen einladen,“ erläutert Bianca Haischberger, Leiterin der Stabsstelle „Bündnis Coburg – Die Familienstadt und Demografie“. Die Stabsstelle war gemeinsam mit dem Klimaschutzbeauftragten Wolfgang Weiß sowie dem Klimaschutzmanager Michael Mosebach mit der Durchführung der Veranstaltung beauftragt worden.


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