Einweihung des kretischen Rasenlabyrinthes im Hofgarten Quelle: Stadt Coburg

Einweihung des kretischen Rasenlabyrinthes im Hofgarten

Am 23. Juli 2019 weihten 2. Bürgermeisterin Frau Dr. Weber, der Hospizverein Coburg e.V., das Grünflächenamt der Stadt Coburg, Dekan Roland Huth und Pfarrerin Martina Schwarz-Wohlleben das kretische Rasenlabyrinth im Hofgarten ein. Frau Irmgard Clausen, 1. Vorsitzende des Hospizvereins Coburg e.V. begrüßte die Anwesenden – mehr als 100 Gäste kamen zur Einweihung des Rasenlabyrinthes – herzlich und stellte die Arbeit des Hospizvereins Coburg e.V. vor. Sie dankte den engagierten Mitarbeiterinnen und Hospizbegleiterinnen, die ehrenamtlich Menschen am Ende ihres Lebensweges begleiten und die Angehörigen beraten und unterstützen. „Wir möchten mit dem Labyrinth auf den Hospizverein aufmerksam machen. Der Standort im Hofgarten – mitten im Leben – war uns von Anfang an wichtig, deshalb freuen wir uns sehr, dass dieser Ort der Besinnung entstehen konnte.“

Weiterhin schilderte sie, wie es von der Idee des Projektes über den Kontakt mit dem Grünflächenamt, dem Antrag an den Stadtrat, den großzügigen Spenden der Sponsoren zur Umsetzung kam. „Besonderer Dank gilt hier dem Verein Lebenswert e.V. - Hilfe bei Krebs, Andreas Engel, Andrea Kaeser-Pilling, Ernst Kern GmbH und Helga Kern, Irene Schuler, Maria Galm und einem Spender, der nicht genannt werden möchte."              

Lob galt zudem dem Bauteam vom Grünflächenamt mit seinen Auszubildenden, der Planerin Christiane Zinoni-Peschel und Bernhard Ledermann. „In circa zwei Wochen Bauzeit steckten unsere Auszubildenden vom Grünflächenamt mit dem Gruppenleiter des Bauteams, Pascal Kornherr, das Labyrinth ab. Des Weiteren wurde die Fläche abgeschoben, die Pflastersteine im Mörtelbett gesetzt, Boden und Substrat angedeckt sowie Rollrasen verlegt“, zeigte sich Bürgermeisterin Dr. Weber von der Leistung begeistert. Weiterhin wurden zwei Informationsstelen gesetzt und eine Steinbank aufgebaut. „Auf dieser Baustelle konnten die Azubis von der Arbeitsvorbereitung bis zum fertigen Bauwerk alles mitgestalten; die Freude am ‚Schaffen‘ war bei allen groß“, freute sich Frau Dr. Weber.

Die erste Anfrage vom Hospizverein Coburg e.V. an das Grünflächenamt der Stadt Coburg, ein Rasenlabyrinth im Hofgarten zu verwirklichen, kam von der Ideengeberin Irene Schuler Ende September 2016. „Die Gestaltung des Rasenlabyrinthes hatte einen temporären Charakter und  sollte in die Wiese „hineingemäht“ werden“, erläuterte Frau Zinoni-Peschel. „Nachdem die Pflege eines grünen Rasenlabyrinthes zu arbeitsintensiv ist, wurden andere Gestaltungsmöglichkeiten gesucht. So wurde gemeinsam beschlossen, einen fränkischen Naturstein als Wegeführung zu verwenden.“ Die Wege des Labyrinthes sind als Rasenwege gestaltet und werden von einem Muschelkalk-Pflasterstein begrenzt. Ein kretisches Labyrinth ist kein Irrgarten, sondern der Weg ändert immer wieder seine Richtung und führt in das Zentrum des Labyrinthes und wieder zum Anfang zurück.

2017 wurde das Projekt weiterentwickelt und der Standort auf der Wiese oberhalb der Pavillons festgelegt. 2018 wurde es als Antrag von den Stadträten Frau Schneider, Frau Lesch-Lasaridis und Herrn Zimmer dem Stadtrat vorgestellt. Für die Umsetzung des Projektes wurde von Anfang an angestrebt, Sponsoren zu finden. Vorbehaltlich der Finanzierung durch Sponsoren stimmte der Stadtrat dem Bau des kretischen Rasenlabyrinthes zu. Der Hospizverein begann mit der Sponsorensuche und das Grünflächenamt sagte zu, das kretische Rasenlabyrinth im Rahmen einer Lehrbaustelle mit den Azubis der Fachrichtung Landschaftsbau zu bauen. Die Finanzierung war im Februar 2019 gesichert und somit konnte die Baumaßnahme in die Wege geleitet werden.

Stellvertretend für die Stadt Coburg bedankte sich Bürgermeisterin Dr. Weber beim Hospizverein Coburg e.V. für dessen großes Engagement, hier insbesondere Frau Irmgard Clausen und Frau Irene Schuler und den zahlreichen Sponsoren. Internen Dank sprach sie zudem auch dem Grünflächenamt für die Organisation und Planung an Herrn Ledermann und Frau Zinoni-Peschel und für den Bau des kretischen Rasenlabyrinthes an Martin Dorn, Pascal Kornherr und die Azubis vom Grünflächenamt aus. „Besonders ist an diesem Ort, dass sowohl Licht und Schatten vorhanden sind – passend zum Thema Lebenswege“, ergänzte Frau Dr. Weber abschließend, bevor Dekan Roland Huth und Pfarrerin Martina Schwarz-Wohlleben das kretische Rasenlabyrinth segneten. „Das Labyrinth ist ein uraltes Symbol für den Weg des Lebens – und seine scheinbaren Umwege führen in die Mitte und wieder heraus“, schloss Irmgard Clausen vom Hospizverein die Veranstaltung ab.

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie beim Grünflächenamt der Stadt Coburg bei Christiane Zinoni-Peschel, Glockenberg 27, 96450 Coburg, Telefonnummer 09561/89-1675 oder per E-Mail: gruenflaechenamt@coburg.de und beim Hospizverein Coburg e.V., Bahnhofstraße 36, 96450 Coburg, Telefonnummer 09561/790533 oder per E-Mail: mail@hospizverein-coburg.de.

 

 


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