Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft Beim Treffen der bayerischen Gleichstellungsbeauftragten dabei waren unter anderem (vorn, von links) Adolf Bauer (Bürgermeister der Stadt Würzburg), Petra Müller-März (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würzburg und eine der Sprecherinnen der bayerischen Gleichstellungsstellen), Markus Gruber (Staatsministerium). FOTO: JOSEPHINE LANG

Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft

Am 2. und 3. Juli 2019 fand in Würzburg die Jahressitzung der Landesarbeitsgemeinschaft bayerischer Gleichstellungsstellen (LAG) in Würzburg statt. Die LAG ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über 100 Mitglieder.

Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung – mit dem Ziel, gleichstellungsrelevante Entwicklungen im individuellen oder gesellschaftlichen Kontext aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. Inhaltliche Schwerpunkte bildeten dieses Jahr die Auswirkung von Rechtspopulismus auf die Gleichstellungsarbeit (Referentin Judith Rahner, Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin) sowie Auswirkungen von Rollenstereotypen in den Medien und ihre Bedeutung für die Identitätsentwicklung von Mädchen (Referentin Maya Götz, München).

Die Teilnehmer*innen wurden von Petra Müller-März, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würzburg und eine der Sprecherin der LAG sowie von Dr. Markus Gruber, Ministerialdirektor in dem für Gleichstellungsfragen zuständigen Bayerischen Sozialministerium, begrüßt. Petra Müller-März würdigte die gleichstellungspolitischen Erfolge seit Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren. Gerade mit Blick auf Rollenstereotypen in den Medien betonte sie aber: „Wir müssen frühzeitig Tendenzen erkennen, die Frauen nur in Klischees pressen und den Erfolgen der Gleichstellung zuwiderlaufen.“

Für die Stadt Würzburg begrüßte Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Teilnehmer*innen und dankte für das Engagement in diesem nicht immer spannungsfreien Arbeitsfeld. Selbst seit 1984 als Stadtrat in Würzburg tätig, verwies Dr. Bauer auf die noch ausbaubare geschlechtergerechte Repräsentanz in den politischen Gremien: „Auch in Würzburg haben wir hier noch Luft nach oben.“ Aufgabe der bayerischen Gleichstellungsbeauftragten ist unter anderem Überwachung des Vollzugs des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst sowie Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Kommunen.

Gleichstellungsbeauftragte stehen ein für Gleichberechtigung, Chancengleichheit und geschlechtergerechter Teilhabe von Frauen und Männern. „Für uns als bayerische Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft ist es immer wieder wichtig von den Erfahrungen der Kolleginnen zu hören und den Austausch untereinander zu fördern. Besonders hilfreich bei dieser Tagung waren die erarbeiteten Impulse, die die Sprecherinnen an die für sie zuständige Ministerin Schreyer, des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziale, Familie und Integration herantragen werden,“ erklärte Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Coburg und eine der bayerischen Sprecherinnen der LAG.

 

 

 


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