Versorgungsausgleich für verstorbene Ex-Partner: Rentner und Pensionäre gesucht

Die Kontaktstelle Selbsthilfe sucht auf Anfrage weitere Betroffene, die im Rahmen des Versorgungsausgleichs bei der Rente oder Pension monatliche Zahlungen für den Ex-Partner leisten, auch wenn dieser bereits verstorben ist. Bei einer Ehescheidung wird ein Versorgungsausgleich durchgeführt. Dass man zu Lebzeiten des Ex-Partners diese monatlichen Zahlungen leistet, darüber gibt es keine Zweifel. Wenn der geschiedene Ex-Partner stirbt, muss der andere Ehegatte trotzdem die Kürzung seiner Rente oder Pension  hinnehmen, obwohl der andere von dem Versorgungsausgleich nichts mehr hat.

Ob Ansprüche auf Dauer bestehen, hängt auch von der Dauer des Rentenbezuges ab: Wenn der Ex-Partner unter drei Jahre Rente oder Pension bezieht, kann die Ausgleichszahlung rückgängig gemacht werden – darüber hinaus nicht. Die Betroffenen möchten nun eine Selbsthilfegruppe gründen, um sich über die rechtlichen Möglichkeiten auszutauschen, eventuell eine Sammelklage anstreben und auf Politiker zugehen, um an dieser Rechtslage etwas zu verändern. Wenn Sie auch davon betroffen sind und sich mit anderen Personen austauschen möchten, um an Ihrer Situation etwas zu verändern, können Sie sich bei der Kontaktstelle Selbsthilfe der Stadt Coburg, unter der Rufnummer 09561/89-1576 oder per E-Mail selbsthilfe@coburg.de melden.

 

 


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