Auf den Spuren der Wegbereiterinnen – Meilensteine der Frauenrechte: Veranstaltungsreihe zu 100 Jahre Frauenwahlrecht

Das Wahlrecht für Frauen vor 100 Jahren hat Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung entscheidend weiter gebracht: Frauen wurden selbstbewusst und besannen sich auf die eigene Stärke. Bei dieser ersten Wahl gingen mehr als 90 Prozent der Frauen zur Wahl. Von einer solchen Beteiligung lässt sich heute nur träumen.

Heute scheint es uns selbstverständlich, dass Frauen und Männer bei Wahlen gleichberechtigt abstimmen, sich in gesellschaftliche Diskussionen einbringen und wichtige politische Ämter übernehmen. Auch Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes von 1949 „Männer und  Frauen sind gleichberechtigt“ ist aus heutiger Sicht eine Selbstverständlichkeit  –  genauso wie beispielsweise das Recht von Frauen, eigenständig ein Bankkonto zu eröffnen (seit 1962), ihren Beruf selbstbestimmt auszuüben (seit 1977) oder vor sexueller Gewalt in der Ehe geschützt zu sein (seit 1997). Allzu leicht vergisst man, wie hart das Frauenwahlrecht über Jahrzehnte hinweg erkämpft werden musste. Anderes, was wiederum selbstverständlich sein sollte, ist es oft immer noch nicht: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiches Rentenniveau, Parität in Führungspositionen und politischen Ämtern oder auch die körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung von Frauen.

Mit der Veranstaltungsreihe zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“ feiert der Arbeitskreis Internationaler Frauentag die frauenrechtlichen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte. Mit breiter Unterstützung ist ein vielfältiges Programm mit überraschenden Gästen, anregenden Diskussionen und wertvollen Impulsen rund um das Thema Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung entstanden. 

Alle Menschen sind gefordert, Benachteiligungen und Frauenrechtsverletzungen entgegenzuwirken. Denn die Durchsetzung von Frauenrechten ist ein hohes Gut und immer auch ein Gradmesser für eine gelebte Demokratie. Andere europäische Länder machen es vor und in Deutschland gibt es in manchen Bereichen durchaus noch Nachholbedarf. Die Region Coburg setzt sich für gleichstellungspolitische Erfordernisse ein und steht dafür, dass alle Menschen die hier leben, ihr Leben nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten können und keine Diskriminierung erfahren.

Veranstaltungsprogramm

12. November 2018

Texte zum Frauenwahlrecht - Endlich wählen dürfen „ohne Unterschied des Geschlechts“

„Die Frau ist frei geboren …“ - Erst 1919 wurde diese damals provokative Ansicht von Olympe de Gouges (1748-1793) mit dem allgemeinen Frauenwahlrecht in Deutschland in der politischen Sphäre Realität. Die Veranstaltung skizziert den langen Weg mit literarischen Texten, politischen Statements und Aussagen von Zeitgenoss*innen unterhaltsam und informativ. Textauswahl: Edmund Frey & Brigitte Maisch. Sprecherin: Peggy Hoffmann. 

19.00 Uhr, Stadtbücherei Coburg, Herrngasse

VVK 5 € Stadtbücherei Coburg, Restkarten AK 8 €

 

4./5. Dezember 2018

VHS-Film - DIE GÖTTLICHE ORDNUNG

Anfang der 1970er-Jahre wird Nora, eine Hausfrau aus einem Dorf im Appenzellischen, unter dem Einfluss der 


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