Fußgängerzonen in Coburg – Nutzung durch Fahrzeuge

Die Coburger Fußgängerzone stellt einen geschützten Raum dar, der sich vor allem durch Qualität und Attraktivität hervorheben soll. Diese Aspekte der Einkaufsstraßen in der Innenstadt sollen natürlich gewahrt werden, aber: In den letzten Monaten musste das Ordnungsamt feststellen, dass die Fußgängerzone häufig von Fahrzeugen befahren und dort vermehrt verbotswidrig geparkt wird. „Dies gilt hauptsächlich für den Bereich Markt, Spitalgasse, Judengasse, Steinweg, Theaterplatz, Herrngasse“, teilt Sandra Geiger, Abteilungsleiterin Straßenverkehr mit. „Weitergehend kontaktierten uns auch Bürger und Besucher der Stadt Coburg zu dieser Angelegenheit.“

In den Coburger Fußgängerzonen ist der Fahrzeugverkehr grundsätzlich verboten – mit folgenden Ausnahmen:

  • Radfahrer dürfen mit Ausnahme der Spitalgasse auch in den Fußgängerzonen fahren.
  • Lieferverkehr ist mit allen Fahrzeugen grundsätzlich täglich zwischen 18.00 und 10.00 Uhr gestattet.
  • Für den Verkehr mit Taxen gibt es verschiedenen Ausnahmegenehmigungen.

Alle Fahrzeugführer müssen dabei immer den Fußgängern Vorrang einräumen. Das Fahren darf nur mit Schrittgeschwindigkeit erfolgen. Diese Ausnahmeregelungen beinhalten aber keinerlei Recht, in der Fußgängerzone zu parken. Der Lieferverkehr muss deshalb auch zügig abgewickelt werden.

Ein Parkrecht besteht nur für körperlich eingeschränkte Personen, die einen entsprechenden Parkausweis besitzen. Allerdings ist dieses Recht zu Parken dann auf die Lieferzeiten zwischen 18.00 und 10.00 Uhr beschränkt.

Die Stadt Coburg hat aus Kulanz zudem Lockerungen für das Parken an Markttagen eingeführt. „Diese sieht vor, dass für den Markteinkauf längstens 30 Minuten auf der Südseite des Marktplatzes geparkt werden darf.  In diesem Zeitraum kann beispielsweise ein schwerer Kartoffelsack direkt ins Auto geladen werden“, erklärt Sandra Geiger.

Diese Regelung wird jedoch leider ausgenutzt.

Durch vermehrte Kontrollen werde das Ordnungsamt zukünftig die Fußgängerzonen überprüfen. Die weitere Vorgehensweise befindet sich in der Diskussion. Für Falsch-Parken in der Fußgängerzone müssen 30 Euro und für das nicht zulässige Durchfahren 20 Euro gezahlt werden.


Zurück zum Artikel