Scheuer schaltet sich bei Problemen mit DB ein - Michelbach und Tessmer sprachen mit Verkehrsminister

Berlin/Coburg - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer schaltet sich in die DB-Probleme am Standort Coburg ein. In einem Gespräch mit dem Coburg/ Kronacher Wahlkreisabgeordneten Hans Michelbach und Oberbürgermeister der Stadt Coburg, Norbert Tessmer, sicherte Scheuer am vergangenen Freitag zu, hinsichtlich der Beseitigung der zahlreichen baulichen Unzulänglichkeiten an ICE-Halt und der Verkehrsanbindung mit dem Bahnvorstand für eine Beschleunigung der notwendigen Entscheidung zu sorgen, wie die beiden Politiker am Montag in Coburg mitteilten. Sie lobten das Gespräch als „sehr zielorientiert“.

Scheuer verwies in dem Gespräch zugleich darauf, dass einige Arbeiten schon bald abgeschlossen sein sollen. Unverständnis äußerte er darüber, dass es der Bahn angeblich nicht gelingt, die technische Abnahme für den Aufzug zum ICE-Bahnsteig herbeizuführen.

Der Bundesverkehrsminister äußerte angesichts der ICE-Nutzerzahlen zudem Verständnis für den Wunsch nach einem weiteren ICE-Halt in der Vestestadt. Michelbach und Tessmer verwiesen in dem Gespräch auch auf frühere Zusagen des Bahnvorstandes, die Zahl der ICE-Halte in Coburg auszuweiten, wenn die Zahl der Nutzer 100 täglich überschreite. Stattdessen solle nun eine der Direktverbindungen nach München für einen Halt für einen ICE mit Ziel Wien entfallen.

„Kommunen, Wirtschaft und Bevölkerung fühlen sich von der Bahnführung hintergangen. Es entsteht der Eindruck, dass die Bahnkunden der Region gar nicht gewollt sind“, sagte Michelbach. Tessmer kritisierte: „Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass die Bahn kein Interesse am ICE-Halt in Coburg hat und den Ausbau bewusst hintertreibt. Das sorgt für erheblichen Unmut in Stadt und Region, für deren weitere wirtschaftliche Entwicklung gute Verkehrsanbindung erforderlich sind.“

Außerdem zeigte sich Scheuer offen für eine weitere Anschlussstelle der A 73 im Bereich Coburg in Verbindung  mit der Ortumgehung der Staatsstraße 2205 nach Bad Rodach. Hier sei jedoch zunächst das Land am Zuge. Dort müsse der Bedarf geprüft und beim Bund eingereicht werden, erläuterte der Bundesverkehrsminister. Man wolle aber seitens des Ministeriums in der Angelegenheit aktiv auf das Land zugehen.

Im Bereich Schiene drängt Michelbach weiter auf Verbesserungen. Der Wahlkreisabgeordnete sprach zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Coburg, Norbert Tessmer, bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin vor. „Die guten Fahrgastzahlen von mehr als 300 ICE-Reisenden am Tag belegen die Notwendigkeit einer guten ICE-Anbindung in Coburg. Es ist daher nicht hinnehmbar, dass die Bahn das Angebot für den ICE-Halt Coburg nicht mit weiteren Zugpaaren verbessern will“, so Michelbach. Beide forderten weitere Verbindungen in die Landeshauptstadt nach München und in die Bundeshauptstadt nach Berlin. Dass der Halt nach München durch einen Halt nach Wien ersetzt werden solle, sei eine Verschlechterung des Angebots am Coburger Halt, ergänzt Michelbach. Der Abgeordnete nannte in diesem Zusammenhang auch die Mängel am Bahnhof Coburg. „Wir haben dem Bundesverkehrsminister klar gemacht, dass die Situation am Bahnhof Coburg nicht hinnehmbar ist und die Bahn sowohl bei den Sanitären Anlagen, der Parkplatzsituation sowie am Behindertengerechten Umbau dringend voran kommen muss“, so der Wahlkreisabgeordnete.


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