Klapperschlangen

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Klapperschlangen

Bei Klapperschlangen handelt es sich um mittelgroße Giftschlangen. Die größten Arten, nämlich die Diamant-Klapperschlange und die Texas-Klapperschlange, können maximal über 2 Meter lang werden. Das Merkmal von diesen Schlangen ist die Schwanzrassel, die aus Hornringen besteht und über die Warnlaute erzeugt werden können. Diese Schlangen kommen in Amerika vor und umfassen 27 verschiedene Arten.

Äußere Merkmale:

Die Diamant-Klapperschlange wird etwa 1,20m bis 1,40m groß und erreicht eine Maximallänge von 2,40m.
Außerdem können die Texas-Klapperschlangen und die Schauerklapperschlangen eine Länge von über 2 Meter erreichen. Bei sehr großen Exemplaren kann das Gewicht bis zu 5kg betragen und bei montanen Arten können die Schlangen sogar nur 0,50m lang werden, wie die drei Arten der Zwergklapperschlangen.
Bei den meisten Sorten ist das Männchen das größere Geschlecht, außer bei der Seitenwinderklapperschlange ist das Männchen das kleinere Geschlecht. Meistens sind die Weibchen bei diesen dicker und wiegen ungefähr 20% mehr als die männlichen Tiere. Star gekielte Rücken- und Flankenschuppen umgeben die Körpermitte und je nach Art in 21 – 29 Reihen. Bei allen Klapperschlangen ist die Grundfärbung dem Lebensraum angepasst und reicht von gelblich bis zu schwarz. Die Bauchseite besteht bei fast allen Schlangen aus ungekielten Bauchschuppen und ist meist einfarbig, durchsetzt mit einer hellen und dunklen Sprenkelung.
Mit Ausnahme der Felsenklapperschlange und der Plateu-Klapperschlange kann man nicht unterscheiden ob es ein männliches oder weibliches Tier ist. Der flache Kopf mit den senkrecht geschlitzten Pupillen setzt sich vom schlanken Hals deutlich ab und ist dreieckig bis schaufelförmig. An der breitesten Stelle hinter den Augen liegen die Giftdrüsen. Die Schnauze der Tiere ist manchmal mehr oder weniger abgerundet. Klapperschlangen haben einen sehr kurzen Schwanz, der einfacher zum Vibrieren gebracht werden kann, um die Rassel einzusetzen. Vor der Schwanzrassel ist der Schwanz häufig schwarz oder weiß gebändert. Das Schwanzende besteht aus mehreren losen ineinander verschachtelten Hornschuppen.

Ernährung:

Klapperschlangen ernähren sich von Kleinsäugern und Mäusen, Präriehunden, Streifenhörnchen, Ratten und Kaninchen. Säugetiere sind etwa 85 % ihrer Nahrung. Etwa 10% ihrer Beute sind Vögel und die restlichen 5% sind Eidechsen, Amphibien und andere Schlangen. Bei Jungschlangen sind Eidechsen die Hauptnahrung. Die Klapperschlangen jagen ihre Beute als Lauerjäger, wobei diese Nahrung durch die Sinnesorgane im Kopf wahrgenommen wird. Ein mittelgroßes Beutetier reicht normalerweise für ein paar Tage als Nahrung aus.

Lebensraum:

Bis auf wenige Ausnahmen leben Klapperschlangen in trockenen und warmen Gebieten, nämlich in der Wüste oder in der Steppe. Die Seitenwinder-Klapperschlange ist auf Wüstengebiete spezialisiert und im Gegenteil dazu leben die Gefleckten Klapperschlangen, die Rote Diamant-Klapperschlange und die Tiger-Klapperschlange in felsigen Regionen. Die Mexikanische Plateau-Klapperschlange lebt in maximal 4.572 Metern Höhe und damit höher als jede andere Schlangenart.

Fressfeinde, Droh- und Abwehrverhalten:

Klapperschlangen können von fleischfressenden Säugetieren wie z. B. Füchsen, Kojoten, Haushunden und Hauskatzen sowie verschiedenen Vögeln und Schlangenarten getötet werden. Schlangen verteidigen sich hauptsächlich durch Färbung und Verhalten. Trotzdem verstecken sie sich auch unter Steinen und Gebüschen.
Greift ein Tier an, rollen sie sich am Boden zusammen und produzieren Warnlaute mit ihrer Schwanzrassel.