Die Wüste allgemein

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Wüsten sind Landschaftsgebiete, in denen es wenig oder gar nicht regnet. Über den Tag erreichen die Temperaturen in der Wüste bis zu 50°C, in der Nacht dagegen wird es kalt und die Temperaturen sinken bis zu dem Null Punkt und darüber hinaus. Deshalb liegen die meisten Wüsten in heißeren Gebieten wie Australien, Afrika, Asien und Amerika. Viele stellen sich unter einer Wüste ein Meer von vielen kleinen, gelben Sandkörnern vor. Das ist nicht ganz richtig, es gibt nicht nur Sandwüsten sondern noch viele verschiedene Wüstenarten mehr, z.B.:

Die Felswüste (=Hamada):  

Die Oberfläche einer Felswüste ist mit blockigem Schutt- oder Felsmaterial dicht bedeckt. Durch Verwitterungen und Auswehungen von Feinmaterial entstehen hohe Felsen, diese bilden dann die Felswüsten. Hamadas sind viel verbreiteter als Sandwüsten. Schon allein die Sahara besteht aus 70% Felswüste.

Die Kieswüste (=Serir):

Die Fläche der Kieswüste ist im Umkreis von Gebirgen, mit gleichmäßigen Kieselsteinen bedeckt. Nach der Größe der Steine werden Serire in Grob- (6-60mm) oder in Feinserir (2-6mm) unterschieden. Eine Kieswüste hat einen Anteil von 10% an der Fläche. Eine Serir-Wüste entsteht durch Verwitterungen von Feinmaterial, das dann abtransportiert wird und so die Kiesel liegen bleiben. Durch Wasser und Wind können sie umgelagert werden, und zu Formungen und Glättungen führen.

Die Sandwüste (=Erg):

Diese Wüstenart besteht überwiegend aus Quarzsand, der durch die Abtragung von Wind und Wasser der Kieswüste entstand. Ein Merkmal der Sandwüste sind die Dünen oder auch Wanderdünen. Eine Düne entsteht durch eine Erhebung aus Sand, die vom Wind angeweht und Abgelagert wird. Sand und das Fehlen einer geschlossenen Pflanzendecke setzen voraus, dass Dünen entstehen können.

Die Salzwüste (=Sebka):

Sie entsteht meist in dürren und Trockenen Gebieten, in abflusslosen Sedimentbecken durch starke Verdunstung. Ein Beckenlandschaft wird ein Sedimentbecken in der Geologie bezeichnet. Sehr viele Salzwüsten liegen in Persien und Mittelasien.

Das Trockental (=Wadi):

Nur nach starken Regenfällen führen Wadis Wasser. Bis zu 100m tief können sie in der umgebenen Wüste eindringen und hohe Seitenwände aufbauen. Es ist Lebensgefährlich, sich in einem Trockental auf zu halten, denn das Wasser steigt so schnell an, dass man nicht mehr entweichen kann.


 
 
 
 
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