Geschichte

 

Eröffnung eines Stadtmuseums im Rathaus

Am 18. Oktober 1900 wurde im Stadtrat der Beschluss gefasst im Rathaussaal ein städtisches Museum zu errichten. Tafeln der Stifter sollten aufgehängt werden, um die Finanzierung des Museums zu sichern. Aufgrund weniger vorhandener Exponate bemühte man sich um weitere Schenkungen. Diese beeinflussten den Schwerpunkt der Ausstellung. So wurde der historische Ansatz als Konzeptidee verfolgt. Die Ausstellung hatte einen Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst- und Industrieproduktion in Coburg.

Auch in den folgenden Jahren wuchs die Sammlung weiter an. Richard Müller schenkte eine umfassende Porzellansammlung. Zudem kamen viele Nachlässe und Schenkungen hinzu, wie Lithografien, Gemälde oder Zunftladen der Innungen.

 

Kauf des „Zunfthauses“ in der Herrengasse 17

Die Vergrößerung der Sammlung führte dazu, dass man sich nach neuen Räumen umsah. So wurde 1910 das „Zunfthaus“ in der Herrngasse 17 gekauft und ein Museumsgebäude geplant. Trotz des Ersten Weltkrieges wurde die Sammlungstätigkeit weiter vorangetrieben der Museumsplan hingegen stagnierte. 1928 wurde die Planung wieder aufgenommen. Die inhaltliche Konzeption folgte den Tendenzen eines traditionellen Heimatmuseums nach bäuerlichen und handwerklichen Quellen und der Bedeutung der Residenzstadt Coburg. Ein Jahr später kamen diese Planungen aufgrund der Inflation erneut zum Stillstand.

 

Städtisches Heimatmuseum

Unter den Nationalsozialisten wurde das Stadtmuseum dann in ein städtisches Heimatmuseum umgewandelt. Inhaltliche Schwerpunkte setzte hier der Coburger Kunsthändler und Stadtrat Kuno Popp. Neben den Aspekten der Gründungsausstellung, fokussierte er Max Brückner, die bürgerliche Wohnkultur des Biedermeiers und die zunfthandwerkliche Tradition. Ab 1933 übernahm Alfred Sauerteig die Museumsleitung. Die Sammlung wuchs mit dem Schwerpunkt auf der Heimat auch in diesem Zeitraum an.

 

Diskussion um neues Museumsgebäude und kein Ende

In den 1930ern kam erneut eine Diskussion um ein neues Museumsgebäude auf. Das Rittersteichschloss in der Allee 3 sollte als gemeinsamer Ort von Museum und Kunstverein dienen. Dieser Vorschlag wurde aufgrund der Sanierungskosten und des staatlichen Besitzes aber abgelehnt. Der Vorschlag diese Einrichtung in dem Gebäude in der Herrngasse 17 anzusiedeln stagnierte aufgrund des Zweiten Weltkrieges.

Während des Zweiten Weltkrieges wuchs die Sammlung weiter an und wurde dann am Ende des Weltkrieges im Bunker der Sparkasse, dem Schloss Rosenau und Rödental deponiert.

Die Objekte der Sammlungen sind aktuell in zwei Depots verwahrt und werden wissenschaftlich betreut. Einzelne Stücke werden im Rahmen von verschiedenen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. So werden regelmäßig Sonderausstellungen im Puppenmuseum Coburg konzipiert. Außerdem fungieren die SSC als Leihgeber und als Kooperationspartner für andere Museen und Einrichtungen.

 

Literaturhinweis: Habel, Hubertus: Stadt Macht Geschichte. 100 Jahre Städtisches Museum in Coburg. Coburg 2005.


 
 
 
 

Ansprechpartner/in

Frau Christine Spiller M.A.

Leiterin des Coburger Puppenmuseums

Christine.Spiller@coburg.de

Telefon: 09561 / 89-1480
Fax: 09561 / 89-1489