Ihr persönlicher Beitrag

Was kann ich persönlich zum Klimaschutz beitragen?

Nur wenn alle Coburger an einem Strang ziehen, kann die Stadt ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Schon mit kleinen Maßnahmen können Coburger Bürgerinnen und Bürger viel Energie sparen und so zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beitragen. Anregungen liefern die Energiespartipps, die die Stabsstelle Umwelt zusammengetragen hat.


Energiespartipps:


Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig abtauen

Wenn sich an der Rück- und den Seitenwänden des Kühl- oder Gefrierschranks eine dicke Eisschicht gebildet hat, ist es höchste Zeit das Gerät abzutauen. Denn das Eis treibt den Stromverbrauch in die Höhe. Bei einer Dicke von fünf Millimetern verbraucht der Kühlschrank dann 30 Prozent mehr Strom. Mittlerweile gibt es zwar auch Geräte mit einer No-Frost-Funktion, die verhindern soll, dass sich Eis im Kühlschrank bildet. Diese verbraucht jedoch zusätzlich Strom und lohnt sich nur, wenn der Kühlschrank oder das Gefriergerät sehr häufig geöffnet werden. Die Türdichtungen sollten regelmäßig überprüft werden.

Auch der richtige Standort der Geräte ist wichtig. Der Kühlschrank sollte nicht neben der Heizung, dem Herd oder in der Sonne stehen. Gefriergeräte sollten in einem kühlen Raum untergebracht werden. Achten Sie darauf, die Belüftungsschlitze freizuhalten und das Lüftungsgitter hin und wieder zu entstauben.


Geld sparen beim Heizen

Bevor die Heizsaison richtig startet, sollte die Heizung auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Denn eine defekte Heizung kann die Heizkosten ganz schön in die Höhe treiben. Anhand folgender Checkliste finden Sie leicht heraus, ob mit ihrer Heizung alles in Ordnung ist: Macht die Heizung Geräusche? Werden die einzelnen Heizkörper gleichmäßig und richtig warm? Ist der Druck und der Wasserstand ausreichend? Bereits das Entlüften der Heizkörper führt dazu, dass die Heizung effektiver arbeitet.

Abgesehen von der Heizung selbst, lassen sich auch durch das Heizverhalten Kosten einsparen. Eine Nachtabsenkung führt laut dem Bund der Energieverbraucher zu etwa fünf Prozent Energieersparnis. Als Richtlinien für die Temperatur in der Wohnung hat die Verbraucherzentrale folgende Empfehlungen herausgegeben: In Küche und Wohnzimmer reichen 20 Grad aus, im Badezimmer 21 Grad und im Schlafzimmer 18 Grad. Jedoch sollte auch in wenig genutzten Räumen die Temperatur nicht unter 14 bis 16 Grad sinken, um Feuchtigkeit und Schimmelbildung vorzubeugen.

Wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken, führt das zu einer Reduktion der Heizkosten um sechs Prozent. Mit einer Nachtabsenkung lassen sich laut dem Bund der Energieverbraucher etwa fünf Prozent Energie sparen. Auch tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur verringert werden.


Weniger Fleisch essen

Essen Sie weniger Fleisch! Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Bei der Produktion tierischer Lebensmittel entsteht überdurchschnittlich viel CO2. Der Grund: Wenn Rinder, Schafe und Ziegen Gras wiederkäuen, wird in ihren Mägen Methan produziert. Dieses Methan wird von den Tieren in riesigen Mengen in die Luft gerülpst und belastet das Klima. Außerdem benötigen die vielen Schweine, Rinder und Hühner, die in Deutschland gehalten werden, um unseren Fleisch-Bedarf zu decken, hochwertiges Futter. Dieses muss oft, da die Landwirtschaftsflächen in Deutschland bei weitem nicht ausreichen, aus dem Ausland importiert werden. Beim Transport entstehen wiederum Treibhausgase, die dem Klima zusätzlich schaden.
Bisher isst jeder von uns im Durchschnitt jährlich 60 Kilogramm Fleisch. Ernährungswissenschaftler empfehlen, den Konsum um die Hälfte zu senken.


Mit dem richtigen Fahrstil CO2 und Benzin sparen

Beim Autofahren kann man nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch den Geldbeutel. Fahren Sie bei niedrigen Drehzahlen und schalten Sie sofort nach einer sehr kurzen Beschleunigung in den nächsten Gang um.
Bei hohen Drehzahlen verbraucht der Motor grundsätzlich mehr Kraftstoff als bei niedrigen.
Zugleich läuft bei niedrigen Drehzahlen die Verbrennung langsamer ab - und das lässt weniger Schadstoffe im Abgas entstehen. Für das Auto ist das schnelle Schalten übrigens kein Problem, da die Motoren und die Ölqualität heutzutage ausgezeichnet sind.


Effektiv und gesund kochen

Beim Kochen von Speisen sollten Sie immer einen Deckel auf den Topf legen. Dadurch verpufft weniger Wärme. Garen Sie Gemüse im Dampfbad. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch viel gesünder, da wertvolle Vitamine im Gemüse erhalten bleiben. Schalten Sie Herdplatten und Backofen bereits kurz vor Ende der Koch- oder Backzeit aus. Die Geräte speichern so viel Wärme nach, dass Kartoffeln, Kuchen und Co locker fertig kochen beziehungsweise backen können. Benutzen Sie zum Kochen von Wasser einen speziellen Wasserkocher. Das geht viel schneller als in einem Topf auf dem Herd und verbraucht weniger Energie.


Augen auf beim Elektro-Geräte-Kauf!

Achten Sie beim Kauf von Elektro-Geräten auf das Energiespar-Label. Viele Geräte verbrauchen viel mehr Energie als nötig – sogar wenn sie eingeschaltet sind. Neue Geräte sollten sich mit einem Aus-Schalter vom Netz trennen lassen oder im Standby-Modus unter 1 Watt verbrauchen. Kaufen Sie außerdem nur Geräte der höchsten Effizienzklasse, also A+ oder A++! Das entlastet neben der Umwelt, auch Ihren Geldbeutel, da sich die Stromeinsparung langfristig auch bei den Kosten bemerkbar macht.


Wäsche waschen

Schalten Sie Ihre Waschmaschine erst an, wenn sie voll ist. Wenn Sie nicht umhin kommen, sie halb gefüllt benutzen zu müssen, verwenden Sie den Sparmodus. Waschen Sie bei niedrigen Temperaturen und verzichten Sie auf den Vorwaschgang. Waschmittel sind heute so wirkungsvoll, dass Ihre Kleidung auch bei niedrigen Temperaturen sauber wird. Auf diese Weise sinkt der Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent. Benutzen Sie den Wäschetrockner nur, wenn unbedingt erforderlich. Hängen Sie Ihre Wäsche stattdessen auf. Dadurch hält die Kleidung länger und sie sparen eine Menge Geld – bei einem Vier-Personen-Haushalt jährlich rund 90 Euro!


Verbannen Sie Stromdiebe!

Elektrogeräte wie Fernseher, Stereoanlagen oder Radios im Stand-by-Modus fressen so viel Energie, dass sich die Kosten im Jahr auf bis zu 100 Euro pro Haushalt summieren. Ziehen Sie also alle Stecker aus den Steckdosen oder schließen Sie mehrere Geräte an eine Steckerleiste mit Netzschalter an. Übrigens: Auch Ladegeräte für Handys, MP3-Player oder Digitalkameras verbrauchen unnötig Strom, wenn man sie nach dem Aufladen nicht sofort wieder aus der Steckdose zieht.


Duschen statt baden!

Gehen Sie sparsam mit Wasser um! Denn: Warmwassererzeugung schluckt nach dem Heizen die meiste Energie. Drehen Sie unter der Dusche den Hahn ab, wenn Sie sich einseifen oder die Haare shampoonieren. Verwenden Sie außerdem zum Zähne putzen einen Becher und lassen Sie nicht den Wasserhahn unnötig laufen. Springen Sie lieber kurz unter die Dusche, anstatt sich lange Vollbäder zu genehmigen. Die schaden nicht nur der Haut, sondern verbrauchen dreimal so viel Energie und Wasser wie ein Duschgang. Wenn Sie dann noch einen Sparduschkopf installieren, reduziert sich der Wasser- und Energieverbrauch noch mal um die Hälfte!

Energiespar-Check
(Umweltbundesamt)
 
CO2-Rechner
(Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Mitarbeitertipps
(Bayerisches Landesamt für Umwelt)

 
 
 
 
Hauptanschrift/en

Stabsstelle Klimaschutz

Steingasse 18
96450 Coburg
Telefon: 09561 / 89-1023
Fax: 09561 / 89-61023
Michael.Mosebach@coburg.de
http://www.coburg.de/umwelt


Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
8.30 bis 15.30 Uhr

Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.00 Uhr


 
 
 

Linktipps

Energiespar-Check

(Umweltbundesamt)

CO2-Rechner

(Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Mitarbeitertipps

(Bayerisches Landesamt für Umwelt)

 
 
 
Standby License
Standby License