Alexander Girardi und Coburg Alexander Girardi
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Alexander Girardi und Coburg

Was wäre Johann Strauss' Werk ohne das komödiantische Naturtalent Alexander Girardi?
Was wäre Girardi ohne die Musik von Strauss?

Sie verband mehr als eine Freundschaft. Heute kennen seinen Namen höchstens noch ein paar Musikexperten. Vor 100 Jahren lag ihm eine Weltstadt zu Füßen.

Wenn Alexander Girardi als "Zsupan" in Strauss' 1885 uraufgeführten Meisterwerk "Der Zigeunerbaron" über die Bühne wirbelte, "dann gehörten alle ihm, von der Hofloge bis zur obersten Galerie", schrieb einst ein Wiener Kritiker.

Alexander Girardi war der Theaterstar der Donaumetropole im ausgehenden 19. Jahrhundert. Er riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin und brachte die Kritiker zum Schwärmen.

Das Multitalent Alexander Girardi - begnadeter Tenor, gefeierter Charakterdarsteller und umjubelter Komödiant - fand sein Pendant in einem anderen musikalischen "Genie" seiner Epoche: Johann Strauss. Die Musik des Walzerkönigs, die Stimme und Ausdruckskraft des Bühnenfürsten garantierten den Erfolg.

"Ich fühle mehr als jeder andere, wie man Deiner künstlerischen Kraft bedürftig ist, um ein Werk zu haben. In jeder Operette ist die Girardische Rolle ausschlaggebend", schrieb Johann Strauss an seinen Freund Alexander Girardi. Wie recht Strauss mit dieser Einschätzung hatte, bewiesen Kritiken aus dieser Zeit. Selbst schwachbrüstige Stücke aus der Feder des Meisters, wie etwa "Bllinde Kuh", sorgten dank des talentierten Gesangskomikers Girardi für Furore in Wien.

Der Weg zur Spitze war für Alexander Girardi keineswegs vorgezeichnet. Am 5. Dezember 1850 erblickte er in Graz das Licht der Welt. Der Vater wollte, dass der Junge ein ordentliches Handwerk lernt: die Schlosserei. Doch Alexander schwärmte vom Theater, übte sich heimlich im Singen und brachte sich selbst die Grundbegriffe des Bühnenmetiers bei. Als der Vater starb, war für Girardi endlich der Weg zum Theater frei. Noch im gleichen Jahr stand der 18jährige in Nestroys "Tritsch-Tratsch" auf der Bühne.

Der Durchbruch ließ allerdings noch auf sich warten. Erst als Girardi 1871 ans Theater an der Wien kam, begann sein Stern zu leuchten. Das Publikum liebte ihn, die Paraderollen fielen ihm in den Schoß, die kongeniale Verbindung zu Johann Strauss machte beide zu den Stars ihrer Epoche.

Um dieses Bündnis wieder in Erinnerung zu rufen, hat sich die Stadt Coburg dazu entschlossen, einen Gesangswettbewerb für Oper und Operette auszuschreiben, der den Namen "Alexander Girardi" trägt. Strauss und Girardi - die Namen beider stehen gleichsam als Synonyme für Musik und Gesang.

 


 
 
 
 
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