Historie

ESCORA Mieder- und Bademodenfabrik Eduard Schmidt GmbH, Coburg 


1862 Gründung der Corsetfabrik durch Elias Schmidt

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Die Corsetfabrik Escora wird im August 1862 vom Schneidermeister Elias Schmidt in Coburg gegründet, der zur damaligen Zeit für die Höfe in der Umgebung Entwürfe anfertigt. Durch seine Einsatzbereitschaft und seinen Erfindergeist erlangt das Unternehmen in kurzer Zeit hohes Ansehen und schon bald gehören zahlreiche neuartige Modelle zum Sortiment, die in der Damenwelt großen Anklang finden. Nach seinem Tod im Jahr 1883 führen sein Sohn Eduard Schmidt und dessen Schwager die Firma weiter.




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1894 Gustav Schmidt übernimmt die Leitung

Im Jahre 1894 übernimmt Eduard Schmidts zwanzigjähriger Sohn Gustav, der die Erfindergabe seines Großvaters geerbt hat, gemeinsam mit seinem Vater die Leitung der Corsetfabrik und bringt frischen Wind in die Firma. Gustav Schmidt entwirft ein neuartiges Sportkorsett, das die Frauenwelt "aufatmen" lässt und welches mit netten Reimen erfolgreich im Markt eingeführt wird. In nur einem Jahr gelingt es Gustav Schmidt 25 Näherinnen zu beschäftigten, wo vorher noch mit zwei Maschinen gearbeitet wurde.


1914 Errichtung des heutigen Escora-Gebäudes

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Gustav Schmidt errichtete Anfang 1914 in der Rosenauerstraße ein neues Fabrikgebäude, wo er 1923 die Produktion von selbst entwickelten Lauf- und Sprechpuppen unter der Marke "Sico" und "Sicora" aufnahm, daneben wurden auch Schaufensterbüsten und Dekorationsfiguren gefertigt. 

1934 kann Gustav Schmidt seine ersten Patente anmelden.

Die "Büstenhebe" entpuppt sich schon kurz darauf als hocherfolgreiche Idee, deren Beliebtheit auch heute ungebrochen ist. Auch in den folgenden Dekaden kann Gustav Schmidt mit immer neuen Ideen und Patenten überzeugen: der "Büstenschwung", die "Büstenschwebe", und zahlreiche Gebrauchsmuster-Verleihungen zeugen von seinem kreativen Geist und großem handwerklichen Verständnis. Somit steigerte er den Absatz durch die Entwicklung von über hundert patent- und markengeschützten Corseletts und Büstenheben.
                                                                                                                                                                            

Nach dem Zweiten Weltkrieg führten die Brüder Robert-Eduard und Hans-Egon Schmidt die auf die Herstellung von Bademoden und Damenunterwäsche spezialisierte "Escora Mieder- und Bademodenfabrik Eduard Schmidt" in der vierten Generation weiter. In den 1980er Jahren zwang der gestiegene Preis- und Importdruck zu kontinuierlichem Personalabbau. 1994 ging das Unternehmen mit zuletzt 60 Beschäftigten in Konkurs.  

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Zum Gebäude:

Der etwa 70 Meter lange Gebäudekomplex besteht aus drei Abschnitten. Den quadratischen Kopfbau sowie den anschließenden, rechteckigen Gebäudeabschnitt errichtete 1914 der Coburger Maurermeister und Architekt Paul Schaarschmidt. 1938 folgte eine Verlängerung des Fabrikgebäudes durch einen quadratischen Anbau. 1955 kam die letzte Erweiterung mit einem Flachdach und einem weiteren Treppenhaus zur Ausführung. Dieser Teil wurde 1968 aufgestockt und erhielt ein Walmdach.

Der dreigeschossige und dreiachsige Kopfbau des ersten Bauabschnittes besitzt ein Walmdach. Die Fassade des neuklassizistischen Gebäudes ist durch einen umlaufenden Fußwalm sowie kolossale ionische Pilaster strukturiert. Die Straßenfassade ist zusätzlich durch einen mittig angeordneten, dreiseitigen Erdgeschosserker, eine Fledermausgaube und Reliefs in den Fensterbrüstungen gekennzeichnet. Auf der Ostseite ist der Eingang mit einem korbbogigen Volutendach auf Konsolen angeordnet, auf der Westseite wurde nachträglich der Firmenname auf einem Pilaster angebracht. Das Grundstück wird durch einen markanten Pfeilergitterzaun mit Jugendstilornamenten abgeschlossen


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