Stolpersteine

Stolpersteine gegen das Vergessen 

 

Einsetzen von StolpersteinenSie sind den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet und liegen vor ihren letzten Wohn- oder Wirkungs- beziehungsweise Arbeitsstätten. Die Patenschaften über die Gedenksteine aus Messing, haben Coburger Bürger, Vereine, Verbände, Unternehmen und Parteien übernommen. „Dass die Aktion einen so guten Anklang findet, freut uns“, sagte Oberbürgermeister Norbert Kastner bei der Steinverlegung. Er hatte die Aktion 2008 in Coburg ins Leben gerufen: „Die Aktion ermöglicht es, sich der unrühmlichen Geschichte Coburgs während des Dritten Reiches zu stellen und das Andenken an die Opfer zu wahren“, so Kastner weiter. Welche Steine verlegt wurden und welche Schicksale hinter den Namen stehen, lesen Sie im Digitalen Stadtgedächtnis (siehe Link unten).
    Foto: Christoph Scheppe, Neue Presse

    Alle Biographien finden Sie im Digitalen Stadtgedächtnis




Stolpersteine„Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung.“ Diese Worte äußerte einst ein jüdischer Geistlicher. Die Stadt Coburg nimmt sich die Aussage zu Herzen und beteiligt sich an dem bundesweiten Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Die Stolpersteine – kleine Gedenksteine aus Messing – sollen an die Opfer der NS-Zeit in Coburg erinnern. Zu diesem Zweck werden sie vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnhaus ins Trottoir eingelassen. Sie sollen bei den Passanten Neugier wecken, wenn sie die Namen der Opfer auf den goldenen Steinen lesen. Denn: Jeder Name ist mit einem schlimmen Schicksal verbunden. Durch die Steine kommen die Menschen ins Stolpern, nicht mit den Füßen, sondern mit den Gedanken. Auf diese Weise wird die Erinnerung für immer lebendig bleiben.

Unter anderem in Coburg fand der Auftakt aller Gräueltaten der Nationalsozialisten statt. Bereits 1933 wurden hier über 80 Juden und Regimegegner in einer alten Herberge auf dem Marktplatz in der so genannten „Prügelstube“ auf das schwerste misshandelt. Auch vor Mord an Juden schreckten die Nazis während ihrer Gewaltherrschaft in Coburg nicht zurück. Doch Coburg stellt sich dieser Geschichte und dieser Schuld.

Stolperstein_Opfer


Die Opfer in Coburg

Insgesamt 223 Coburger wurden zu Opfern der NS-Vernichtungspolitik. Was genau mit ihnen geschah, weiß keiner. Bei den meisten von ihnen verliert sich jede Spur.

Patenschaften

Oberbürgermeister Norbert Kastner, stellvertretend für die Stadt Coburg, die Dekane Christoph Liebst und Raimund Reinwald und die Kirchenvorstandsvorsitzende der altkatholischen Gemeinde, Christel Grünberg, haben die Patenschaft für die ersten vier Stolpersteine übernommen.

 
 
 
Hauptanschrift

Projekt Stolpersteine

Nadine Deusing
Markt 1
96450 Coburg
Telefon: 09561 89-1017
stolpersteine@coburg.de
http://www.coburg.de/stolpersteine


Öffnungszeiten

Telefonisch erreichen Sie Nadine Deusing ab 17 Uhr oder per E-Mail.