Gedenktafel-Walzerkönig / Telefonierer Ehrentafel / Gedenktafel-Vertreibung

Gedenktafel-Walzerkönig / Telefonierer Ehrentafel / Gedenktafel-Vertreibung

Gedenktafel Walzerkönig

Ebenfalls im Foyer des Rathauses befindet sich eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass der weltberühmte Komponist Johann Strauß im Jahr 1887 in Coburg seine dritte Ehe schloss, nachdem er wenige Monate vorher Staatsbürger des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha geworden war, das damals Ernst II. regierte.

Dass der Wiener Walzerkönig zum Coburger Bürger wurde und bis zu seinem Tode blieb (wenn er der Vestestadt auch rasch wieder den Rücken kehrte), ist einer Liebesromanze zu danken. Der damals 62jährige Komponist war nämlich in heftiger Leidenschaft für die schöne Adele Deutsch – 31 Jahre jung – entbrannt. Von seiner zweiten Frau Angelika lebte er damals bereits „von Tisch und Bett getrennt“, an eine Auflösung der Ehe und eine neuerliche Heirat war in der erzkatholischen und stockkonservativen K. u. K.- Monarchie des Kaisers Franz Joseph jedoch nicht zu denken.

Was dem Schöpfer der „Fledermaus“ und des „Zigeunerbarons“ in Wien versagt bleiben musste, fand er schließlich im liberalen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha: ein neues Eheglück. Voraussetzung freilich war, dass er Coburger Staatsbürger wurde. Dies geschah am 1. Februar 1887. Daraufhin wurde kraft „landesherrlicher Macht-vollkommenheit“ die lästige zweite Ehe geschieden, und der Weg für eine dritte Vermählung war geebnet.
Die Trauung mit Adele Deutsch wurde am 15. August 1887 im Coburger Rathaus vom damaligen Bürgermeister Rudolf Muther vollzogen.




Telefonierer

Einen Kontrast zum historischen Ambiente bietet die Betonplastik „Telefonierer“, erschaffen im Jahre 2001 von Hannes Zips, einem zeitgenössischen Künstler, der in Coburg lebt 


 




Ehrentafel Gefallene und Vermisste der Stadtverwaltung im 2. Weltkrieg

Im Aufgang zum 1. Stock des Rathauses wurde 1960 auf Initiative des damaligen Betriebsrates der Stadtverwaltung eine Gedenktafel angebracht. Finanziert aus Spenden städtischer Mitarbeiter, erinnert sie an die im 2. Weltkrieg vermissten und gefallenen Dienstkräfte der Stadtverwaltung, der Städtischen Werke – Überlandwerke sowie des Landestheaters.

Die vom Bildhauer Hans Kohler aus Bronze gegossene Tafel enthält in den erhaben gestalteten Viereck die Namen der 53 Gefallenen und Vermissten. Darunter befindet sich der Spruch von Gottfried Benn, ein in Berlin verstorbener Dichter und Kriegsteilnehmer:

Ihr steht für Reiche nicht zu deuten, in denen es keine Siege gibt!“

Eine liegende und vier stehende Figuren (Familie mit Kind und Sterbender) bilden den Abschluss der Tafel.


 Gedenktafel Flucht und Vertreibung

 Gedenktafel Flucht und Vertreibung

Die Stadt Coburg sowie der Landkreis Coburg mit der Stadt Neustadt/Coburg nahmen 1945 über 30.300 Deutsche aus den Ostgebieten (von Pommern bis Banat) auf. Dies dokumentiert die steinerne Tafel „Zum Gedenken an Flucht und Vertreibung“, die der Bund der Vertriebenen – Kreisverband Coburg im Rathaus anbringen ließ.


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