Rathaussaal

Der Rathaussaal

Mit seinen ungewöhnliche Abmessungen von 27 x 13 Metern ist der Saal im Obergeschoss des Rathauses einer der größten profanen Festräume der Renaissance-Architektur in Thüringen und Franken.

Die mächtige, von drei Holzsäulen und starken Unterzügen gestützte Balkendecke wurde 1598 vollendet.

In einer Fensternische wird der Kopf einer Statue des Heiligen Mauritius bewahrt, die um 1450 entstanden, im Jahre 1945 an der Moritzkirche bis auf diesen Rest zerstört und dort durch eine Kopie ersetzt wurde.

Einige Gemälde aus der Reihe der Coburger Schützenbilder sind über die Wände verteilt, darunter ein Bildnis des Herzogs Johann Casimir (1564 - 1633), der in diesem Saale alljährlich an einem Festmahl teilnahm, das ihm zu Ehren von der Bürgerschaft gegeben wurde.

An der Marktseite des Raumes ließ der Rat der Stadt für den Fürsten eine Stube abteilen und "mit dem Erker dergestalt ausputzen und meublieren, damit Ihro Hochfürstliche Durchlaucht solche zu einem Tafel-Gemach, wann sie bisweilen auf das Rathaus zur Beschauung eines Jahrmarktes oder sonsten kommen, gebrauchen könnte".

Der Saal wird heute für Sitzungen des Stadtparlamentes und für Empfänge genutzt.

(Text: Herbert Appelthauser)


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