Christian Göller, freier Journalist

Christian Göller, freier Journalist


Christian Göller, berichtet von der ersten Museumsnacht in Coburg...

Mein Coburg...

Keiner, der es erlebt hat, wird es so schnell vergessen… Die lange Museumsnacht, die schätzungsweise 10 000 Coburger bezaubert und sie an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten von der Schönheit und Attraktivität ihrer Heimatstadt eingenommen hat. Trotz schleppenden Vorverkaufs aber mit einer wohl meinenden Witterung überraschte die Resonanz die Veranstalter, die unzählige Stunden investiert hatten, ein an Abwechslung reiches und mit vielen Höhepunkten versehenes Programm auf die Beine zu stellen. Äußerst beeindruckend war der der Perspektivenwechsel, der bei vielen Lokalitäten vermittelt wurde, mit Ideen, die der Volksmund vielleicht ohne eigene Augenscheinnahme als vorher „verrückt“ bezeichnet hätte. Ob in der „Haifischbar“ im Naturkundemuseum, die bis in die Puppen dem Andrang der durstigen Kehlen kaum Herr wurde, ob im Lichterschein unter Bäumen des Metallkünstlers Thomas Limmer, der sich selbst mit vollem Stolz als „Crazy“ bezeichnet, bei der aus geschichtlicher wie auch künstlerischer Warte hoch interessanten Ausstellung der Initiative Stadtmuseum im Kunstverein, bei den Songs des singenden Ofensetzers Olaf Pilz mit seinem Trio oder beim Fackelschein der Gaukler auf den Arkaden – selbst „alte Coburger“ haben keine Mühe zu sagen, dass es so etwas noch nicht gegeben hat. Von diesem „Irrsinn“ kann die Stadt noch mehr gebrauchen! Gütig lag die Nacht über dem vom Orkan zerrupften und doch in bewundernswerter Weise wieder hergestellten und auf vielfältige Art illuminierten Hofgarten, der wie ein verwunschenes nächtliches Märchenland aussah. Wie schön ist es, dass die Schönheit dieser Stadt immer noch inflationär ist und dass immer mehr Coburger dies wieder zu schätzen wissen. Chapeau den Organisatoren und Akteuren der Coburger Museumsnacht!


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