Wie kommt der Mohr ins Wappen... von Isabel Firsching

Wie kommt der Mohr ins Wappen... von Isabel Firsching

Ein Mohr in Oberfranken...

An Hauswänden, über Eingängen, auf Kanaldeckeln, an Brunnenecken …Überall in Coburg begegnen wir Mauritius.
Wer war dieser Mann, der unser Stadtwappen ziert? Wie kommt der nur dahin? Ließe eine oberfränkische Kleinstadt eher etwas wie eine mittelalterliche Trutzburg oder das Konterfei eines Herzogs vermuten, so findet man in Coburg einen“Mohren“. Das mutet exotisch an. Was hat ein Afrikaner zwischen Bratwurst und Bier, zwischen Veste und Victoria zu suchen?

Vielleicht war Coburg ja schon immer fortschrittlicher und weltoffener als wir denken. Vielleicht haben sich unsere Vorfahren schon dermaleinst aufgeschlossener gezeigt, als andere „teutsche Städte“, welche allzu sehr auf deutsche Sinnbilder beharrten? Wie Mauritius tatsächlich seinen Platz im Coburger Wappen fand, wissen eingefleischte Coburger selbstverständlich längst und können manche Legende vom tapferen Kriegsherren und Märtyrer erzählen.

Fortgesetzt hat sich unser Globalismus ja bis in die heutige Zeit. Denken wir nur an das Sambafestival, das uns alljährlich exotisches Treiben nach Coburg bringt. Afrikanische Trommelrhythmen, finden ihren Weg über Brasilien, nach Coburg.- Mauritius hätte seine wahre Freude gehabt.

Isabel Firsching


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