Ronald Ulen – Opernsänger aus USA Ronald Ulen

Ronald Ulen – Opernsänger aus USA

Als mich mein Beruf im Jahr 1989 von den USA über Zürich nach Coburg brachte, wusste ich nicht, was mich in dieser Stadt erwartet. Mein Plan war damals, ein bis zwei Jahre am Coburger Landestheater tätig zu sein und dann – wie dies in einem Künstlerleben normal ist – weiter zu ziehen. Ich fand auf Anhieb viele, viele Freunde und ich war begeistert von dieser schönen Stadt. Ich lernte meine heutige Frau Betina kennen und blieb - nun lebe ich schon über 15 Jahre in Coburg und ich weiß, dass ich immer wieder nach Coburg zurückkehren werde!

Diese liebenswerte, überschaubare, kleine Stadt gibt mir sehr viel – vor allem Ruhe und eine wunderschöne Landschaft, ohne viel Hektik und Großstadtrummel. Früher packte ich meine Noten, ging spazieren und landetet meistens im Callenberger Forst auf einer Bank, wo ich mich in aller Ruhe auf meine nächste Partie vorbereiten konnte. Dies ist mir vor meiner Zeit in Coburg nicht gelungen, da lebte ich unter anderem 7 Jahre in New York. Als ich meine erste Bratwurst in Coburg gegessen habe, war ich begeistert – kein Vergleich zu einem Hotdog in den USA. Und nachdem ich endlich Deutsch gelernt hatte, hat mich irgendwann mein ehemaliger Deutschlehrer aus Zürich angesprochen: "Hey Ron, was ist los mit Deinem Deutsch? Ein Amerikaner mit Coburger Dialekt!"

Die wunderschöne Veste Coburg, die ich heute täglich als wundervollen Ausblick von meiner Terrasse aus genießen kann, übt einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Oftmals zieht sie mich magisch an – da muss ich dann einfach mal wieder durch den Hofgarten laufen und den Blick über Coburg in vollen Zügen genießen. Zwischenzeitlich war auch meine ganze Familie irgendwann mal in Coburg, sie kamen aus Denver, Florida oder Minnesota – aber jeder von ihnen ist/war absolut begeistert von dem Flair dieser Stadt.

Durch eine neue und interessante Herausforderung werde ich ab August 2006 wieder in meinem Heimatland USA tätig sein, aber ich bin mir sicher, dass ich immer wieder gerne in "mein Coburg" zurückkehren werde.


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