Horst Schunk - geborener Coburger Horst Schunk

Horst Schunk - geborener Coburger

Auch wenn es eine Zufälligkeit darstellt, wo irgendwer geboren ist, bin ich dennoch mit Leib und Seele Coburger. Das heißt für mich nicht, dass ich mich anderswo nicht wohl fühle oder anderswo nicht leben könnte. Denn im Grunde genommen fühle ich mich eher als Weltbürger. Trotzdem lebe ich gerne in meiner Geburtsstadt Coburg. Und ich habe mich vor langem entschieden, hier zu bleiben.
Da ich täglich zum Büro laufe und bewusst das Autofahren dorthin weitgehend vermeide, komme ich in den Genuss, auf verschiedenen Wegen von der Kasernenstraße zum Sonntagsanger zu laufen.Und allein dabei sehe ich viel, bekomme viel mit und habe Zeit, darüber nachzudenken. Zu allen Jahreszeiten, bei jedem Wetter. Entlang der Itz, durch die Itzanlagen, immer ein Genuss, denn schließlich ist dieser Grünzug entlang der Itz eine der großen Grünzonen unserer Stadt. Wenn ich dann am Beginn des Sonntagsanger durch das "grüne Tor" der großen Bäume laufe, freue ich mich immer wieder.

Zurück gehe ich natürlich häufig durch die Innenstadt, treffe täglich Menschen, die ich kenne, das gibt ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme. Für ein Eis im Sommer bin ich ebenso zu haben, wie im Winter für eine echte Bratwurst vom Markplatz. Ich bin ein Fan des Freibades, weil es einfach gut tut, gehe mit meiner Frau gerne ins Kino und wenn die Zeit reicht, ebenso gerne ins Theater. Ich freue mich, wenn ein Circus auf den Anger kommt und freue mich über die vielen Gastspiele bekannter Künstler aus nah und fern. Da denke ich beispielsweise an den großartigen Liedermacher Ludwig Hirsch, den ich zum ersten Male im Kongresshaus Rosengarten live erleben durfte, an das Udo Jürgens Konzert am Schlossplatz, ich denke gerne an Chris de Burgh und an Elton John. Mein persönlicher Freund Freddy Quinn war schon zweimal hier und bekam sogar einen Platz vor der AWO Coburg gewidmet. Ich freue mich über das "Grüne Labor" am Himmelsacker ebenso wie über die vielen wunderschönen Häuser in der City. 

Und natürlich lieben meine Frau und ich unseren "wilden Garten" in Cortendorf, wo Bäume noch wachsen dürfen.
Mit Sorge sehe ich die Zersiedlungen, die Versiegelungen, den rasanten Landverbrauch, das Verschwinden vieler grüner Vorgärten für Parkplätze, überhaupt das Verschwinden vieler alter Bäume, auch durch Orkane. Doch das gibt es anderswo auch und stellt kein spezielles Coburger Problem dar. Ich lebe sehr gerne hier, auch wenn ich zuweilen einiges kritisch sehe, das ist für mich überhaupt kein Widerspruch, im Gegenteil. Wem alles egal ist, dürfte auch nicht allzu viel Interesse an seiner Stadt haben. Meine Kinder wurden hier geboren, ich habe hier geheiratet und kann hier meinen Lebensunterhalt verdienen. Das Haus meiner Großeltern und Eltern ist jetzt unser Haus.
Als leidenschaftlicher Fotograf sehe ich Coburg natürlich auch aus der Perpektive der Kamera und es ist kaum zu glauben, ich sehe und finde immer wieder neue Motive, neue Blickwinkel, neue Details. Auch das gefällt mir immer wieder an Coburg.

Ich wünsche mir sehr, dass Coburg eine grüne und damit lebenswerte Stadt bleibt und die Bürgerinnen und Bürger dies auch zu schätzen wissen. Ich hoffe, dass wir unsere Arbeitsplätze halten können und das junge Familien hier ein dauerhaftes Zuhause finden. Toleranz und Menschlichkeit müssen in Coburg unbedingt weiter gelebt werden.
Ach ja, ich freue mich natürlich auch, dass meine Stadt einen SPD-Oberbürgermeister hat, der diese Stadt weit gebracht hat. In Coburg lässt es sich somit gut leben, ich fühle mich wohl dabei. Ich bin gespannt auf Neues und möchte dennoch so manch Altes erhalten wissen. Beides zusammen ist machbar. Auch in Coburg.

Horst Jürgen Schunk


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