Mundartpoet

Mundartpoet "Schursch"

Mei Coburg is doch ahnzig schön!

Zum neu’n Basseng – dar Frühling lacht -
steig ich nauf auf die Platten.
A Platzla wirklich fein gemacht.
Ich setz mich hie im Schatten.
Wie liegt mei Coburg do vur mir,
bis nauf auf Barg und Hügel
do linsen aus dan Gärtna vür
dar Häuser ruta Ziegel.
Stulz stett die Festung auf das Höh’:
Mei Coburg is doch ahnzig schö!

Dort wu dar Hahfluß rüber biegt,
am Stadttäl dra am alten,
mei Atterschhaus, jetzt mei Haus, liegt.
Mei Büdla wuhlerhalten.
Wos ich erlabt und wos ich bin,
des is mit mir vaschlunga,
nu haus’ ich froh und glücklich drin,
mit Frau und meina Junga.
Mich packts, wie ich do nunter seh:
Mei Coburg is doch ahnzig schö!

Viel Türm und Giebel trutzig kühn
hall in dar Sunna glenzen.
Viel Bam frisch grü, die merscht scho blühn,
fast jedes Haus ümkrenzen.
Su liegsta unten an dar Itz
als wie a Hochzigs Schatzla.
Noch lang ich auf dar Platten sitz,
am schönsten Aussichtsplatzla.
Denk ahns blos wie ich hamwarts geh:
Mei Coburg is doch ahnzig schö! 


Graphik: Herbert Ott


Diese Seite weiter empfehlen

Zurück zum Artikel